Sonntag, 20. April 2014

Immer lächeln #15 - keep smiling! :-)

Alte Liebe rostet nicht...;-)


Bleistift - Pencil (21 x 15cm)
Portraits Zeichnen und Malen sind für mich inzwischen die bewährtesten Motive gegen das Grübeln und das Sorgen wälzen. 
Man muß sich sehr konzentrieren. Folglich schaltet man das bedrückende Lebensgefühl komplett aus. Man ist im Hier und Jetzt. 

Der US-Erfolgsregisseur Tim Burton (Edward mit den Scherenhänden, Planet der Affen, Batman) beschrieb diesen antidepressiven Vorgang beim Zeichnen sehr gut (sympathisch, wenn Männer zu ihren Depressionen stehen!) : 

 „Wenn ich zeichne, sind meine Hände beschäftigt. Dadurch denke ich nicht und falle in keine tiefen Depressionen“

Patricia Highsmith  sah in der Kunst eine Möglichkeit, den Alltag zu kontrollieren und Johann Wolfgang von Goethe beklagte schon vor 200 Jahren (!) die hektische Zeit -



"Wer sich von nun an nicht auf eine Kunst oder ein Handwerk legt, der wird übel dran sein. Das Wissen fördert nicht mehr bei dem schnellen Umtriebe der Welt; bis man von allem Notiz genommen hat, verliert man sich selbst."   

Wie entsetzt wäre Goethe erst von unserer Turbo-Highspeed-Gegenwart!

 
Pastell auf Graukarton (ca.24 x 22cm)


Eine Landschaft ist tolerant, ebenso eine Blume. Niemand beschwert sich später, wenn ein Hügel 
oder eine Blüte anders gemalt ist, als in natura, solange der Gesamteindruck stimmig ist.  
Ein Gesicht hingegen verzeiht nichts. Entweder ist die Ähnlichkeit gelungen oder eben nicht. 

Gelingt die Ähnlichkeit, hat man spontan ein Erfolgserlebnis, welches einem niemand mehr nehmen kann und dies wiederum ist ein sehr guter Stimmungsaufheller ! ;-)


Frohe Ostern 2014! Happy Easter! Buona Pasqua!


Freitag, 18. April 2014

Oster Bobbel 2014




Tusche & Aquarell (Ink & Watercolor)


Bobbel Boy – sein drittes Ostergedicht
Wenn Narcissus und Tulipan spriessen
Die Leute Schokihasis geniessen
Die Weihnachtsgans ist kaum verdaut
Das Osterlamm schon vom Teller schaut
Wenn die Uhr ist eine Stunde vorgestellt
(Wer das erfand, bekam dafür Geld!)        

Dann ist bald die nächste Osterfeier 
 

Viele bunte Ostereier -
wünscht


Matthias Talmeier




Mittwoch, 16. April 2014

Frida Kahlo #2

Ich hoffe, froh zu sterben, und ich hoffe, 
niemals wiederzukommen.  
Frida Kahlo (1907-1954) Tagebucheintrag, kurz vor ihrem Tod



Pastell auf Graukarton (ca.29x21cm)



Wenn meine Portraits eines Tages so richtig "lebendig" strahlen, 
obwohl einige der Portraitierten schon lange tot sind, kann ich froh sterben,
ich würde aber nur wiederkommen, wenn XP weiter aktualisiert wird...;-)
Dazu meint Bobbel Boy: Mach dich locker, tuste LINUX <--(click)--> zusätzlich auf deinen alten Computer. Koschd nix - is for free - is für umme  - is für lau - und klappt ooch mit Oldtimer-Computern. Dann gehste mit LINUX "online" und arbeitest mit XP janz entspannt "offline" un fertich is die Laube! Det Worldwideweb dreht sich ooch ohne Windoofs weiter - und viel preiswerter isses ooch. - Ätsch!!! 
Ach ja,  mein  Computer ist schon älter und nach "moderner" Auffassung "langsam", aber ich bin auch keine Siebzehn mehr und kein junger Flitzer - so what? Dieser neumodische Hochgeschwindigkeitswahn ist doch nur krank! Siehe dazu auch ---> hier! ;-)




Sonntag, 13. April 2014

Frida Kahlo (1907-1954) #1

Ich male mich selbst, da ich oft alleine bin und das, 
was ich bin am Besten kenne.  
Frieda Kahlo (1907-1954), mexikanische Malerin



Bleistift - Pencil (21 x 15cm)



... und ich male gerne Portraits, weil ich oft alleine bin und ich mich auf diese Weise faszinierenden Persönlichkeiten "nähern" kann... die Auseinandersetzung mit ihnen wird intensiver...



Wir sollten etwas aus unserem Leben machen. 
Jedenfalls bin ich wie eine Katze - mich bringt so schnell nichts um   Frieda Kahlo


Frieda Kahlo ist wohl das eindruckvollste Beispiel dafür, wie das Malen einerseits von großen körperlichen Qualen ablenken und gleichzeitig eigenes Leid ausdrücken kann. 
Als sie 18 Jahre alt war, bohrte sich bei einem Busunglück eine Stahlstange durch ihr Becken. 
Sie konnte danach nur im Ganzkörpergips liegen oder mußte ein Stahlkorsett tragen. 
Später lernte sie zum Erstaunen der Ärzte sogar wieder das Gehen.   

Man wird richtig kleinlaut, bescheiden und dankbar, wenn man über ihr Schicksal und ihren  Lebenswillen nachdenkt und jeder kleinste Anflug von eigenem Verdruß und Jammerei wird sogleich im Keim erstickt.

Es stimmt einfach, daß das Malen und Zeichnen eine wunderbare "Selbsttherapie" ist. 
Heute hatte ich am frühen Abend plötzlich einen "Moralischen". 
Doch als ich Bleistift und Block zur Hand nahm und erstmalig eine Portraitskizze von Frida zeichnete, wurde es doch noch ein zauberhafter und entspannter Abend.
Danke Frida Kahlo!;-) 

     


Mittwoch, 9. April 2014

California Dreaming #1

Mich dünkt der Traum eine Schutzwehr gegen die Regelmäßigkeit und Gewöhnlichkeit des Lebens, eine freie Erholung der gebundenen Phantasie wo sie … die beständige Ernsthaftigkeit des erwachsenen Menschen durch ein fröhliches Kinderspiel unterbricht. 
Ohne die Träume würden wir gewiß früher alt.   
Novalis (1772-1801), dt. Dichter der Frühromantik (sowie Philosoph, Jurist und Bergbauingenieur)



Tusche & Aquarell (Ink & Watercolor),22 x 15cm
Die Einen möchten unbedingt mal nach Rom, die Anderen sehnen sich nach Jerusalem. Manche möchten Afrika oder Indien bereisen oder vielleicht Südamerika. Manche zieht es nach Fronkreisch, nach Paris, in die Stadt der Liebe. Früher wollten viele Maler und Dichter unbedingt nach "Bella Italia", da war ich auch schon...ich liebe es, immer wieder gerne: 
Pasta, Vino, Mare, le belle signore olala... la bella lingua... pero, mi molto dispiace miei amici!: 
In Italia gibt es zwar den "Papa", aber es gab keine Marilyn Monroe - vielleicht bin ich hier zu weltlich und deshalb träume ich auch von California - mi scusi! ;-)
Dem "ia" oder "ien" am Ende des Namens, bleibe ich immerhin treu und die "O Sole Mio" ist in California ähnlich und wenn man an der Westküste zwischen Los Angeles und San Franzisko, an Big Sur vorbei, den Highway No.1 ("Highway To Heaven") entlangfährt, dann erinnert die steile Pazifikküste durchaus an die Riviera...  ;-) 



Tatsächlich - ich erinnere mich sehr gut:
Schon seit frühester Jugend sind "Bella Italia" und "California" beständige Magnete meiner Sehnsüchte. Mich zog es schon immer in Richtung "O Sole Mio" und wenn dies dann noch schön besungen wird, umso lieber.

Ich weiß nicht woran das liegt, vielleicht an meinem Geburtsmonat im Hochsommer: August  - möglicherweise verbindet mich aber tatsächlich mit meiner Lieblingsblume - die Sonnenblume - 
eine echte Seelenverwandtschaft: 

Tournesol (="zur Sonne drehen"), wie sie sehr treffend auf französisch heißt oder Girasol auf italienisch: die Sonnenblume dreht sich immer zur Sonne! ;-)  

(Fortsetzung folgt)


http://www.usa-trip.com/images2/HWayNo1.jpg


Donnerstag, 3. April 2014

Die Schnecken - Die Entdeckung der Langsamkeit

Ein schneller Geist ist krank. 
Ein langsamer Geist ist gesund. Ein stiller Geist ist göttlich.
                                                                                      Meher Baba (1894-1969) indischer Guru und Mystiker 




Tusche & Aquarell (Ink & Watercolor)



Wer sich mehr Zeit läßt, hat nicht nur einen entspannteren Geist, sondern naturgemäß auch viel mehr Muße für die Liebe, die Freundschaft, die zwischenmenschliche Kommunikation etc. - 
Aus dem üblichen "Smalltalk" zwischen Tür und Angel, entsteht vielleicht auch mal ein richtiges Gespräch und aus einer ein bis zweizeiligen eMail auch mal ein "richtiger" Brief. 

Schnecken sollen den besten Sex der Welt haben. - 
Das konnte auch schon Patricia Highsmith beobachten und beschreiben. 
12 bis 24 Stunden "Liebe machen" an einem Stück, das ist bei den Schneckis die Regel. 
Das sind Genießer, die sich eben ZEIT lassen! ;-)

Wir Menschen  können da einfach nicht mithalten. 
Wie soll das auch gehen, vor lauter Hektik?!? 

Quickies mochte ich noch nie. 
Als Jugendlicher hatte ich immer von einem "Liebesleben a la Schnecken" geträumt. 
Na, diese Seifenblase ist längst geplatzt, denn die Mädels sind heutzutage auch nur noch im Stress...;-) 


Hier gibt es mehr anregende INFOS zum ---> "Liebesleben der Schnecken". 



    

Samstag, 29. März 2014

Patricia Highsmith - Die lieben Schnecken

Für diesen langen Post braucht ihr die Geduld und die Zeit einer Schnecke 
(aber es lohnt sich - versprochen!).

Schließlich sprach die Schnecke.
"Ich habe etwas, das sie mir sicher wegnehmen würden, 
wenn sie könnten. Etwas, das sie mehr begehren als alles andere. 
Ich habe Zeit." (Sufi-Spruch)


Tusche & Aquarell (Ink & Watercolor)


Tja, wir werden alle älter.

Patricia Highsmith hatte selber gemalt und gezeichnet. Sie hinterließ hunderte Aquarelle, Gouachen und sensible, feine Tuschzeichnungen. Sie zeichnete ständig. Sie konnte - wie ich finde - richtig gut zeichnen, hielt aber selber wenig von ihren malerischen Künsten. Erst wenige Wochen vor ihrem Tod überreichte sie ihrem langjährigen Verleger (Diogenes) ihre Mappen und Spiral-Skizzenblocks. Ein lebenslanges, privates Geheimnis. -
Sie überlegte eine zeitlang, ob sie nicht Malerin werden sollte. Sie traf sich lieber mit Malern, Komponisten und Filmemachern, als mit Schriftsteller-Kollegen. 
Ich gäbe was drum, könnte ich ihr meine Portraits von ihr vorlegen. Entweder es gefiele ihr oder sie hätte eine neue Inspiration für den nächsten Psychothriller. 
Wie auch immer, es wäre kein Schaden gewesen!;-)   

"Ich habe große Ehrfurcht vor Malern und Komponisten, weil ich oft denke, 
daß jeder - oder doch fast jeder - eine Kurzgeschichte schreiben kann." (Patricia Highsmith) 


Sie liebte nicht nur Katzen, deren unaufdringliche Gesellschaft sie schätzte, sondern sie mochte auch Schnecken. In New York entdeckte sie auf einem Markt lebende Schnecken, die zum Verzehr angeboten wurden.
Fasziniert beoabachtete sie ein Schneckenpaar beim Liebesspiel. Schnecken machen andauernd Sex und können in zwei Monaten bis zu 200 Eier legen. Dagegen sind Menschen stockprüde - vermutlich weil sie ständig in Hektik sind und unter Strom stehen! -
Sie kaufte es, aß es aber nicht, sondern fing mit dem Paar eine langjährige Schneckenzucht an.
Sie hatte früher neben dem Studium der Englischen Literatur auch Zoologie studiert und kannte sich aus. 

Mittwoch, 26. März 2014

Sonntag, 23. März 2014

Patricia Highsmith - Die traurige Alte

Jeder Mensch trägt einen Zauber im Gesicht; irgendeinem gefällt er.
Christian Friedrich Hebbel (1813 - 1863), deutscher Dramatiker und Lyriker


Pat - "Die traurige Alte"     Bleistift-Pencil (18,5 x 18,5cm)



Eines der ersten Fotos, die ich von der talentierten und berühmten Psychothriller-Autorin Patricia Highsmith (1921-1995) entdeckte, zeigt sie - schon älter - in einem dicken Wollpullover, tief über die Schreibmaschine gebeugt. Sie kleidete sich selten "feminin".
Als ich ihr Gesicht sah, fiel mir einerseits auf, daß ihre Kettenraucherei und Sauferei deutliche Spuren in ihrem - in der Jugend hübschen - Gesicht hinterlassen hatte und gleich mein nächster Eindruck war: Sie sieht sooooo traurig aus! Warum? Warum?

In meinen Gedanken setzte ich mich zu ihr an die Schreibmaschine und legte meinen Arm um diese "böse, misanthrophische, versoffene, kranke Alte", wie sie auch beschrieben wird.
Dies war mein erster Eindruck von Patricia Highsmith, der sich bis heute nicht geändert hat. 

Sie lebte die letzten Jahre ihres Lebens am Lago Maggiore in der Nähe von Locarno. Garnicht soweit von meinem heutigem Wohnort entfernt. Sie starb 1995. 
Hätte ich zu ihren Lebzeiten Kontakt zu ihr aufnehmen können, hätte ich diese - menschenscheue Einsiedlerin (je berühmter sie wurde, desto mehr zog sie sich von den Menschen zurück) und Katzenfreundin, die Psychothriller schreiben mußte, um mit dem Leben und dieser Welt überhaupt klar kommen zu können  - zu gerne besucht.

Manche beschreiben sie als echte Misanthrophin, was im Alter noch zugenommen hätte.
Dies strahlt sie aber meiner Meinung nicht aus. Sonst hätte ich sie wohl nicht besuchen wollen. 
Für mich hat sie etwas "menschenscheues".  Dafür spricht auch, daß sie ihrem Verleger Daniel Keel (Diogenes Verlag) ihre persönlichsten Aufzeichnungen erst kurz vor ihrem Tod übergab.
Interviews wären eine große Qual für sie, berichtete sie. Hinterher würde sie sich immer fühlen, 
wie beim Genesungsprozess nach einem Verkehrsunfall. 

Sie brauchte ihr vieles Alleinsein für "Daydreaming" - für ihre Tagträume und konnte selbst gute Freunde nur ein paar Tage lang ertragen. Die Mörder in Patricia Highsmith' Psychothriller fangen vorallem dann an sich zu wehren, wenn die "mörderische Umwelt" sie an ihren lebenswichtigen Tagträumen hindert und so ihre Phantasie abtötet. - Ich kann das nachvollziehen.

Manch' ein "finsteres Gesicht" hat beim genaueren Hinsehen - wenn man sich die Zeit dafür nimmt und sich die Mühe macht - eher etwas Trauriges und auch Zartes, Verletzliches, Ängstliches. 


Pat, 21 J. - "Die traurige Junge"





Mittwoch, 19. März 2014

Zottel - Big Boss Is Watching You!!!


Zügigst arbeiten!!! ;-)



Blieistift - Pencil


























Blieistift - Pencil




























Big Boss Is Watching You!!!  -  Bleistift-Pencil





Sonntag, 16. März 2014

Lou Andreas-Salomé - Über Frauen-Biografien


"Warum wissen wir nichts Besseres, als nur Ritter zu sein, oder Liebhaber oder Herr? Vergessen haben wir, daß wir ihr (der Frau) Bruder sind"  aus: Lou Andreas-Salomé  "Rodinka - Russische Erinnerungen"



Bleistift - Pencil (21 x 15cm) - ca. 20 Minuten ;-)

Mittwoch, 12. März 2014

Lou Andreas-Salomé - Eine unabhängige Frau


Wie manches Mädchen meint mit einem Mann 
nichts als Geistesinteressen und Seelenfreundschaft zu teilen, während sie, – oft unbewußt, – 
nichts andres begehrt als seine Liebe, seinen Besitz.
Lou Andreas-Salomé (1861-1937) 
Essayistin, Psychoanalytikerin und Muse von Friedrich Nietzsche, Rainer Maria Rilke und 
Sigmund Freud 




Bleistift - Pencil (21 x 15cm)



Den Besitz eines Mannes hatte Lou Salomé nie begehrt. 
Sie wollte stets (finanziell) unabhängig bleiben, auch zu dem Preis, daß sie sich zeitweilig nur mühsam über Wasser halten konnte. 

Sie fühlte sich immer von religiösen, literarischen und philosophischen Themen magisch angezogen. Sie verdrehte dem großen Denker Friedrich Nietzsche, dem Poeten Rainer Maria Rilke und dem berühmten Psychoanalytiker Sigmund Freud den Kopf. 

Sie selber aber behielt lebenslang immer ihren eigenen kühlen Kopf... 

Sonntag, 9. März 2014

Friedrich Nietzsche - Der Hammer-Philosoph ;-)


Sapperlott!
Nach der zarten Marilyn kommt nun der grobe Hammer zum Sonntag! 


Bleistift-Pencil (21x15cm) - länger als 20 Minuten ;-)

...und wer mit dem Hammer philosophiert, darf auch mit dem Hammer gezeichnet werden. 
Zu Frauen zart, zu Hammer-Philosophen hart - so von Mann zu Mann. ;-)

Für Friedrich habe ich viel länger gebraucht.
Vermutlich, weil ich beim Zeichnen philosophiert und mich aufgeregt hatte, statt zu träumen. Beim Träumen bin ich viieeeel entspannter und lockerer...(hatte wieder den "Antichrist" zur Hand genommen).
Tatsächlich habe ich aber auch seit meiner Jugend eine Empathie für Friedrich Nietzsche (1844-1900) und konnte schon fast alle seine Lebensstationen besuchen: 
Geburtshaus und Grab in Röcken, Leipzig, wo er studierte, Wohnhaus in Weimar und Sils Maria im Engadin, wo sein "Zarathustra" entstand. 
Immer dann, wenn mich diese verrückte Welt mal wieder schier um den Verstand bringt, bin ich froh, wenn ich einen "schweren Hammer" aus dem Bücherregal ziehen kann, welcher mir mit leidenschaftlicher Polemik "die Welt erklärt". Dann verstehe ich wieder warum Nietzsche provokativ meinte: "Gott ist tot" . 
Na, niemand darf ihm deswegen einen Vorwurf machen. Erst recht nicht heute, denn wenn man diese Welt kritisch betrachtet, dann dreht sich doch das meiste, alltägliche, wirklich große Engagement der Menschen nur noch ums Geld. Gehts um die Kohle sind rund um den Globus fast alle schnell hellwach und schwer aktiv. Das zieht sich beinahe einstimmig durch alle Nationen und Konfessionen. Da kann man schon auf den Gedanken kommen, daß Gott tot wäre, denn um "Verstorbene" muß sich ja keiner mehr groß einen Kopf machen... und mit den dadurch frei gewordenen Kapazitäten gehts dann ab an die Börse - oder zum Schweizer Nummernkonto!;-)      

Ich mag ihn, diesen "Hammerschwinger" und nie vergessen werde ich das Erlebnis bei meinem Besuch seines Grabes an der etwas bedrohlichen Röckener Dorfkirche (ca.1996):
Es herrschte gespenstische Stille. Ich betrachtete aus respektvollem Abstand seine Grabplatte und plötzlich tauchte aus einem Gebüsch ein wütender, großer, schwarzer, zottiger Hund auf und befand sich dann mitten auf der Grabplatte. Das paßt zu Nietzsche. 
Mir standen die Haare zu Berge und ich verließ schleunigst diesen Ort.

Immer dann, wenn Nietzsche mich soweit hat, bin ich dann schnell wieder bei "Marilyn and the Dog".
Um mich zu beruhigen...;-)  


  

Mittwoch, 5. März 2014

Metamorphosen einer "Madonna" #3


Oooops...schon wieder Marilyn, aber ich war letztes Wochenende so schön warmgezeichnet...;-)




ca. 30-Minuten-Aquarellskizze ;-)  (Ink & Watercolor)





Was für ein hellwacher und intelligenter Blick! ;-)
Bei diesem tollen Foto konnte ich den Sonntagabend noch nicht "ausklingen" lassen, ohne mit Bleistift, Tuschestift und Aquarell in - gefühlt - knapp 30 Minuten obige Skizze hinzuzaubern...;-) 
Ich fing einerseits tiefenentspannt - andererseits euphorisch - (wegen des Fotos) ganz locker an. Weil sie auf dem Foto so pfiffig und relaxed wirkt, wollte ich eben diese "Stimmung" auch bei meiner Portraitskizze rüberbringen und ich habe das Gefühl, daß ich mit meiner Zeichnung garnicht so daneben liege. ..?  
Für meine "Tiefenentspannung" sorgte auch die Musik, die im Hintergrund lief. Lemongrass heißt ein deutsches Musikprojekt um Roland Voss. Es ist sehr entspannende, gleichzeitig stimulierende, sog. "Lounge-Music", für meinen Geschmack auf höchstem Niveau.




Die Musik kommt auch in Japan gut an. Sonst sind Lemongrass weniger bekannt. Weil ich diese Musik sehr inspirierend finde, schreibe ich hier gerne darüber. 
Es hat sich seit langer Zeit ergeben, daß ich bei "Marilyn-Portraits" bevorzugt Lemongrass im Hintergrund höre. Diesmal lief ein Stück mit dem  passenden Titel "Dinner With You" (Abendessen mit Dir--->YouTube)

Es war gerade Abendessen-Zeit... ;-)



Sonntag, 2. März 2014

Metamorphosen einer "Madonna" #2

Dieses Wochenende war ich wieder in "Portrait-Stimmung" 
und wollte wissen ob da noch was geht... 

aber John Lennon hatte schon recht, als er sang (YouTube):

She's so heavy
Heavy, heavy, heavy
She's so heavy
She's so heavy, heavy, heavy
I want you so bad
It's driving me mad

Sie ist so schwierig
Schwierig, schwierig, schwierig
Ich will das mir wieder ein Portrait glückt
Es macht mich verrückt
 

;-))))))))))))))))))))))))))))))




Bleistift - Pencil (21 x 15cm)
"I believe that everything happens for a reason. People chance so you can learn to let them go. Things go wrong so that you can appreciate them, when they're right. You believe lies so you eventually learn to trust no-one but yourself. And sometimes good things fall apart so better things can fall together" 
 Marilyn Monroe

"Ich glaube das alles aus einem bestimmten Grund passiert. Leute verändern sich, also kannst du lernen, sie gehen zu lassen. Dinge laufen falsch, so daß du sie schätzen kannst, wenn sie gut sind. Du glaubst an Lügen, also kannst du eventuell lernen, niemand zu trauen, außer dir selbst. Und manchmal fallen gute Dinge auseinander, so daß bessere Dinge zusammenkommen."  






Es ist immer eine interessante Studie, wenn man das Internet nach anderen "Marilyn-Malereien" durchstöbert. Meistens wird sie stereotyp als "Vamp" oder "Ladykracher" dargestellt. Dabei war sie - meiner Meinung - äußerlich alles andere als ein "Ladykracher", sondern ihr Gesicht strahlt eine große Sensibilität und Zartheit aus. 
Aber: Innerlich war sie bestimmt ein "Ladykracher" (= hier meine Definition für "starke, coole Frau"), ganz im Gegensatz  zum Image, welches sie heute noch bei Vielen hat. 
Sie war ganz sicher nicht (nur), das zarte, hilflose Mädel, das ständig Sehnsucht nach einer starken (männlichen) Schulter hatte. Wie bitte hätte das Waisenkind sonst erst den Weg nach Hollywood finden und sich dann lebenslang mit denen anlegen können? 
Ganz im Gegenteil:
Ein "angepaßtes, braves Mädel" hätte ihre Lebensleistung garnicht vollbringen können. Sie wußte von jung an genau was sie wollte und zog dies mit einem Weltklasse-Charme sondergleichen durch und war dabei keinesfalls auf "galante Helden" angewiesen und ganz sicher auch nicht auf irgendeinen "Emanzipations-Coach"! ;-)


Schnelle Aquarellskizze (Ink & Watercolor)
 sondern:

Geh deinen Weg 
Und laß die Leute reden.
Dante Alighieri (1265- in Florenz, Italien - 14.9.1321), 
Dichter und Philosoph italienischer Sprache


Stunde der Wahrheit ;-(



















Seit längerer Zeit mal wieder ein Pastell-Portrait...

Pastell auf Graukarton (ca.29x21cm)


Dieses Motiv werde ich gelegentlich überarbeiten,
irgendwie guckt sie hier komisch, ich weiß aber noch nicht warum... ;-)



Mittwoch, 26. Februar 2014

Metamorphosen einer "Madonna" #1


Ich liebe Bilder, die in mir den Wunsch erwecken, in ihnen herumzuspazieren, wenn es Landschaften sind, oder sie zu liebkosen, wenn es Frauen sind.
                    Auguste Renoir (1841 - 1919), französischer Maler des Impressionismus


Gute Idee, Kollege Renoir, aber die Frauen erstmal so malen können, 
daß man(n) auch Lust verspüren kann, sie zu liebkosen... :-)

Das untere Motiv ist nach einem Foto (von George Barris), welches mich fasziniert. Ich finde sie strahlt hier etwas "sinnlich-verträumtes" aus, ohne dabei auch nur eine Spur "verrucht" zu wirken... einfach toll. Außerdem hat Marilyn hier - obwohl schon 36J. - immer noch etwas mädchenhaftes im Gesichtsausdruck, ohne allerdings "püppchenhaft" zu wirken oder sehe nur ich das so? Jedenfalls finde ich es schwer, diese Stimmung zeichnerisch wiederzugeben. Das obere Bild ist schon besser, als das kleinere, weiter unten (Bobbel Boy hatte es gemalt! Es gefällt mir nicht, aber man muß Nachsicht mit der Jugend - dem künstlerischen Nachwuchs - haben :-)  ).


Kohlestift & Pastell (Pastel & Charcoal) auf Graukarton (30x20cm)
Die Gesichts-und Kopfproportionen sind  hier schon stimmiger als Bobbel Boy's Variante, aber ich finde sie wirkt hier etwas "verdrießlich-brummig", dies strahlt sie aber auf dem Foto keinesfalls aus. Ich bin gespannt, wieviel Anläufe ich brauche, bis ich malerisch genau diese Stimmung einfangen kann, die mich auf dem Foto so fasziniert.   















Kohlestift & Pastell by Bobbel Boy





Der vollkommene Maler muss imstande sein, sein bestes Bild zehnmal hintereinander abzukratzen und neu zu malen, um zu beweisen, dass er weder von seinen Nerven noch vom Zufall abhängt.                                                             Gustave Courbet (1819-1877) frz. Maler
           




Nicht nur die stets gewünschte und geforderte "Ähnlichkeit" bei einem Portrait hinzubekommen (was schon Herausforderung genug ist), sondern darüberhinaus, auch eine "Stimmung" zeichnerisch wiedergeben zu können, erscheint mir die höchste aller Schulen bei der Portraitmalerei.

Also diese Dame reizt mich durchaus zum Liebkosen ... :-)

Kohlestift & Pastell (Pastel & Charcoal) auf Graukarton (30x20cm)































Sonntag, 23. Februar 2014

Grußkarten - Blumen & Blüten Edition 2014 Nr.1



Bei unsrerem immer unpersönlicher und unverbindlicher werdendem Zeigeist, vermittelt der Sender eines Grusses, auf einer liebevoll ausgesuchten Grußkarte, dem Empfänger seine besondere Wertschätzung. Diese Freude ist doch in unserer Zeit im Grunde unbezahlbar, zumal man im Alltag im Briefkasten sonst eher nur unerwünschte Werbung und Rechnungsmahnungen vorfindet. 
Natürlich ist (fast) alles Geschmacksache und es gibt immer die Ausnahmen von der Regel, aber wenn man die aktuell im Handel angebotenen "Grußkartenmotive" sichtet, dann wirken diese doch oft entweder "krampfhaft lustig" und man fragt sich, ob der Empfänger dies wirklich komisch finden soll oder die Motive sind so kitschig-romantisch (Sonnenuntergänge und Vollmond ohne Ende), daß es vor Schmalz nur so trieft oder aber man findet immer wieder die ewig gleichen langweiligen Motive und man kommt beinahe zu der Erkenntnis, daß ein persönlich hingekritzeltes Strichmännchen auf einer Blanko-Grußkarte doch noch die originellere Idee wäre.
Ein Ausweg aus diesem Dilemma können "Künstler-Grußkarten" sein. Keine Massenprodukte, sondern Karten die durch die persönliche Auswahl des Malers entstanden sind. Freunde meines aktuellen "Malerischer Kalender 2014" könnten sich über die Motivauswahl meiner ersten Edition freuen. 
Im Laufe der Zeit werde ich weitere "Grußkarten-Editionen" anbieten. Aktuell in Arbeit ist eine Edition "Landschaften", die ich demnächst hier vorstellen werde.       





Ab sofort sind diese Grußkarten bestellbar.

Mittwoch, 19. Februar 2014

Potpourri Sox #2



Auf einem Fuß steht es sich schlecht, hier kommt das Gegenstück, die rechte Socke!;-) 
  

Tusche & Aquarell (Ink & Watercolor)



Sonntag, 16. Februar 2014

Mann näht #4 - Nähstube#1


Zur Einstimmung:
Nähende Männer (click)
(Link mit Fotos, Text französisch, aber unter den Fotos sind Links zu den Blogs der Männer) 

Besonders hinweisen möchte ich dabei auf den Amerikaner Dan R, welcher tatsächlich - wie ich - neben dem Nähen, Gärten plant oder ist die Reihenfolge umgekehrt, man weiß es nie so genau...;-) 




Tusche & Aquarell (Ink & Watercolor) 25 x 21cm



Tja, wer hätte das gedacht.
Noch vor einem halben Jahr war meine alte Singer im Nähtisch versenkt und hielt einen sprichwörtlichen, jahrelangen Dornröschenschlaf.  
Der Tisch diente nur als hübsche Ablage. Ich legte eine große Glasplatte darauf und dekorierte sie mit einem Blumentopf und einem Stapel Bücher. 
Daß unter der Tischplatte eine Nähmaschine schlummert, darüber machte ich mir kaum Gedanken. 
Hätte mir vor einigen Monaten jemand prophezeit, daß mich zum Jahreswechsel 2013/2014 auf einmal das große "Nähfieber" packen würde, demjenigen hätte ich einen Vogel gezeigt: - 
Ich doch nicht! 

Aber man(n) sollte nie, nie sagen. 
Hätte mir vor ein paar Jahren jemand prophezeit, daß mich ab Sommer 2010 ein nachhaltiges  "Marilyn Monroe-Zeichen-Fieber" packen würde, dann hätte ich demjenigen ebenso einen Vogel gezeigt. - Ich doch nicht! 
Wie man(n) sich doch täuschen kann, ich möchte hier nur auf die "Schutzpatronin des Lächelns", gleich oben rechts in Matthi's Blog verweisen. Unverhofft kommt eben oft und so ist auch meine alte Singer vom Dornröschenschlaf erwacht und nun ist die "Alte" putzmunter und inspiriert zu ungeahnten Experimenten und Gedankenflügen mit vielseitigen Folgen. Die harmloseste Neuheit ist dabei noch die Tatsache, daß meine "Bett-Diva-Katze-Rosi" sich riesig darüber freut, daß ich inzwischen öfter und früher im Schlafzimmer bin, denn dort steht die Nähmaschine und das Schlafzimmer ist Rosi's Reich.... und wenn ich müde bin, macht sie mir gnädigerweise Platz auf dem großen Bett - aber nur gegen "Knuddel-Orgie", das ist der Deal - nach dem Nähen... ;-)      


Dienstag, 11. Februar 2014

Für Whitney - In Memoriam



If I should die this very day
Don't cry, cause on earth we wasn't meant to stay
And no matter what the people say
I'll be waiting for you after the judgement day


Whitney Houston (9. August 1963 -11.Februar 2012) 
das Zitat ist aus ihrem Song  My Love Is Your Love



Bleistift - Pencil (21 x 15cm)



Falls ich heute sterben sollte
Weine nicht, weil wir nicht dazu bestimmt wurden, auf der Erde zu bleiben 
Und was immer die Leute auch sagen
Ich werde auf dich warten, nach dem Jüngsten Tag 



Sonntag, 9. Februar 2014

Mann näht #3 - Der Geduldsfaden


Seit ich nähe, weiß ich endlich, was es mit dem "Geduldsfaden" auf sich hat, der eben doch ab und zu reißt...;-)

Wikipedia schreibt dazu:
"Der Faden, der beim Abwickeln von der Spule gespannt ist, überanstrengt bzw. strapaziert wird, an dem gezerrt wird und der infolgedessen reißen kann. Bereits Goethe verwendet die Redensart 1811 in seiner Biographie Dichtung und Wahrheit (14. Buch). Und auch das Deutsche Wörterbuch der Gebrüder Grimm verweist unter dem Stichwort "Geduldsfaden" auf diesen Gebrauch bei Goethe und Brentano. Das Bild hat sich so weit verselbständigt, dass es mittlerweile genügt, zu sagen, dass die Geduld selbst reißt. Das Maß des Geduldsfadens ist hier die Dicke, Stärke bzw. Unempfindlichkeit. Nicht selten hängt dabei die Geduld an einem seidenen Faden, der besonders leicht reißt." 





Tusche & Aquarell (Ink & Watercolor)



Mittwoch, 5. Februar 2014

Alles was ein Mann braucht #07


Die Menschen sehen nur das, was sie noch alles haben und bekommen könnten, schätzen aber nicht was sie haben, 
bis sie es verlieren. 
                                             Jimi Hendrix (1942-1970), der beste und kreativste E-Gitarrist aller Zeiten!




Mein Gitarren-Zubehör - Tusche & Aquarell (Ink & Watercolor)




und hier eine kleine, bescheidene Hörprobe ;-)


Yeah... Rock Me Baby, all night long... das wär's doch...!;-)



In den letzten Tagen hatte ich - während einer langen Autofahrt - intensiv Jimi Hendrix gehört und bin heile hin - und wieder zurück gekommen. 

Ganz im Gegenteil:
Sein beseeltes Gitarrenspiel half mir aus einer akuten Krise. 
Seine kreative "Fetzerei" pustete meinen Kopf frei und blies düstere Wolken von meiner Seele. 
So etwas schaffen nur absolut beseelte Künstler und davon gab es und gibt es auf diesem Planeten leider nur sehr wenige.
Dies ist der große Unterschied zwischen "Musiker" und "Musikant". Der Musiker macht Musik oder er stirbt (seelisch) bzw. er macht Musik bis er ablebt. Der Musikant hingegen, schrummelt oder trötet ab und zu vor sich hin, aber er muss es nicht, es beeinflusst sein Leben nur unwesentlich, er könnte in der gleichen Zeit ebensogut den Rasen mähen oder sein Auto putzen... oder Kumpels am Stammtisch treffen.

Jimi Hendrix definierte einmal was einen "echten Musiker" vom "Musikanten" unterscheidet:
Der echte, vorallem kreative Musiker ist jemand, dessen Bewußtsein in der Kindheit noch nicht allzufrüh von Erwachsenen manipuliert wurde...
Auf der langen Autofahrt hörte ich es wieder aus jedem seiner Gitarrentöne... kein Wunder warum es mir nach einigen Stunden "Jimi Hendrix" viel besser ging...

Soetwas ist unbezahlbar, selbst milliardenschwere, schweizer Steuerverstecke könnten dies nicht finanzieren!;-)