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Mittwoch, 17. Oktober 2018

Ballpoint doodle! - Remember Katherine Mansfield (2)

Coole Kuli Kritzeleien...               
(ohne zu radieren!!!) 😏😎😲
 


Katherine Mansfield 
(14. Oktober 1888 - 09. Januar 1923)



  
Katherine hat 2018 den 130. Geburtstag!
2018 - 130th anniversary of birth! 








Katherine Mansfiled - Realistic ballpoint doodle!











































"Ich bin ein Schriftsteller, der sich um nichts kümmert als um das Schreiben - so fühle ich jedenfalls. Wenn ich unter Leuten bin, fühle ich mich wie ein Arzt mit seinen Patienten - sehr mitfühlend, sehr am Fall interessiert, sehr begierig, daß sie mir alles erzählen, was sie können - aber was mich selbst angeht, sehr allein, sehr isoliert - ein merkwürdiger Zustand."
Katherine Mansfield      





Sonntag, 14. Oktober 2018

Ballpoint doodle! - Remember Katherine Mansfield

Coole Kuli Kritzeleien...             
(ohne zu radieren!!!) 😏😎😲
 

Katherine Mansfield 
(14. Oktober 1888 - 09. Januar 1923)



  
Katherine hat 2018 den 130. Geburtstag! 

2018 - 130 anniversary of birth!



Katherine Mansfiled - Realistic ballpoint doodle!







"Und dann möchte ich arbeiten. Woran? Ich möchte so leben, daß ich sowohl mit den Händen als auch mit dem Gefühl und dem Verstand arbeite. Ich möchte einen Garten, ein kleines Haus, eine Wiese, Tiere, Bücher, Bilder, Musik. Und aus alledem heraus, als Ausdruck davon, möchte ich schreiben. (Auch wenn ich vielleicht von Droschkenkutschern schreiben werde. Darauf kommt es nicht an.)" -
                                                                     Katherine  Mansfield, 14. Oktober 1922   




Katherine starb nur gut zwei Monate später, am 9. Januar 1923,
an den Folgen einer Tuberkulose-Erkrankung!






Sonntag, 28. April 2013

Katherine Mansfield (14.10.1888 - 09.01.1923) - 125. Geburtstag #03

 

... und hier ein weiteres Kapitel aus der Rubrik:                                 "Komischer Mann und seine komischen Frauen-Idole!" :-)))


...auch die wunderbare Katherine Mansfield (Click Foto) wäre vermutlich kein "Schwiegermutter-Traum" gewesen, umsomehr hat auch sie einen Ehrenplatz in diesem Blog verdient!


"Zum Teufel mit meiner Familie! Großer Gott,
was für eine langweilige Gesellschaft!"
                             Katherine Mansfield, Tagebuch, 21. Oktober 1907
 
 
Katherine Mansfield waren bürgerliche Konventionen ein Greuel. 
Sie wuchs in einer Bankiersfamilie auf und bekam schon als Mädchen mit, wie anstrengend jede "bürgerliche Etikette" sein kann. 
"(...) Ihr Vater war das Urbild eines strebsamen Kaufmannes... mit neunzehn Jahren war er in Wellington in New Zealand in eine Importfirma eingetreten...war bald Teilhaber der Firma und später Direktor der Bank of New Zealand und wurde schließlich geadelt (...)"    aus: Elisabeth Schnack, Biografische Skizze
Ihr Vater zählte damals zu den reichsten Männern Neuseelands.   


Kohlestift & Pastell -Charcoal & Pastel (ca. 30x20cm Graukarton) 
Aber auch später in Intellektuellen- und Künstlerkreisen hatte sie schnell vom versnobten Getue die Nase voll. 
Zum Glück hatte sie Humor und wenn es sein mußte auch recht derb (darin war sie ähnlich wie ihre ältere Cousine Elizabeth von Arnim) .

Folgende Anekdote beschreibt es sehr deutlich: 
Als sie eines Tages Lady Ottoline Morrell, eine reiche und exentrische Gönnerin von Künstlern, zusammen mit Beatrice Camphell, in ihrem schönen Herrenhaus in Garsington besuchte und die prachtvollen, mit kostbaren Bildern und Möbeln ausgestatteten Räume 


bewunderte, fragte sie leise Beatrice: 

"Ist dir auch so zumute, als wären wir zwei Prostituierte, 
die zum erstenmal in einem anständigen Haus sind?"    

Quelle: 
Katherine Mansfield - Das Leben sollte sein wie ein stetiges Licht
Briefe, Tagebücher, Kritiken, Fischer TB 1983

"(...) Der andere Aspekt zur Deutung ihres Wesens ist das Außenseitertum, zu dem sie nicht nur als Künstler, sondern auch durch ihre Geburt in den Kolonien "verurteilt" war. Nie konnte sie das Gefühl überwinden, Außenseiter zu sein, wie es zwangsläufig entstehen mußte, wenn man unter Engländern lebte, die - für uns Festlandeuropäer kaum faßlich - jeden nicht in England geborenen Engländer als "colonial-born" bezeichnen und behandeln. 
Doch schon in ihrer frühesten Jugend, wenn auch unter anderen Bedingungen, war Katherine die Außenseiterin, wenn nicht gar die Verfemte, die sich gegen den konventionellen Rahmen auflehnte, den ihr Elternhaus für unabdingbar hielt. Bei ihrem starken Liebesbedürfnis ergab das oft schmerzlichste Situationen. Auf der einen Seite standen ihr alle Reichtümer einer intensiv empfindenden Künstlerin zu Gebote, andrerseits stieß sie während ihres kurzen Lebens überall auf  Behinderungen, Hemmnisse, Frustrierungen und Hintansetzungen. 
Mit einem Mut und einer Entschlossenheit sondergleichen nahm sie den Kampf  auf, den ihr Künstlerehrgeiz gebot (...)." 
aus: Elisabeth Schnack, Biografische Skizze

     

Sonntag, 3. Februar 2013

Katherine Mansfield (14.10.1888 - 09.01.1923) - 125. Geburtstag #02


K.M.  Tagebuch, 19. Mai 1919

"Ich bitte ja nur um Zeit, das alles schreiben zu können - Zeit,
meine Bücher zu schreiben. Dann macht es mir nichts aus, sterben zu müssen.
Ich lebe um zu schreiben. 
Die schöne Welt (Gott, wie schön ist die sichtbare Welt!) ist da, und ich 
bade in ihr und fühle mich erfrischt. Aber es ist mir, als hätte ich eine PFLICHT,
als hätte man mir eine Aufgabe zugewiesen, die ich beendigen muß. 
Laß sie mich beendigen: laß sie mich beendigen, ohne Eile, damit alles schön wird,
wie ich es nur machen kann..."    
Quelle: 
"Katherine Mansfield - Leben und Werk in Texten und Bildern"  
Von Ida Schöffling, insel tb, 1996

       
Kohlestift & Pastell auf Kraftpapier - ca. 20x30cm (Charcoal & Pastel)


Es ist das erste mal, daß ich mit Kohle gezeichnet habe. Diese tiefschwarzen Linien machen einerseits Angst, weil kleinste "Fehler" sehr deutlich hervorstechen. Andererseits - wenn die Linien eingermaßen "stimmig" sind - finde ich gerade Kohlezeichnungen außerordentlich ausdrucksstark und nach meinem Geschmack "verblaßt" im Vergleich damit, die Wirkung einer Bleistiftzeichnung. 

Das war sicher nicht meine letzte Kohlezeichnung!





Silvester, den 31. Dezember 1922 schreibt Katherine Mansfield - nur 9 Tage vor ihrem Tod -  folgende berührende Zeilen an eine "Gräfin Russel". Dies ist keine geringere, als ihre ältere Cousine Elizabeth von Arnim, die zu dieser Zeit in 2. Ehe mit einem "Grafen Russel" verheiratet gewesen war, von dem sie sich später "erfolgreich" scheiden ließ - es war die letzte "Ehe" ihres Lebens, danach kamen für sie nur noch "Liebhaber" in Frage...:-) 

"Wie Du siehst, schicke ich Dir diese Zeilen im allerletzten Moment, während das alte Jahr sich bereit macht, uns den Rücken zu kehren. Ich möchte Dir erklären, warum ich Dir so lange nicht geschrieben habe. Es ist nicht aus Mangel an Zärtlichkeit. Aber ich bin in einen Zustand tiefster Verzweiflung gefallen, als ich gewahr wurde, daß die Behandlung mit Röntgenstrahlen mich nur noch mehr schwächen würde (Katherine litt unter Tuberkulose). Und so habe ich denn alles aufgegeben und habe mich entschlossen, ein neues Leben anzufangen (die tapfere Frau kämpfte bis zur letzten Minute!). Aber dieser Entschluß ist noch durch persönliche Komplikationen erschwert worden. Als ich in London ankam, habe ich (Sidney hatte recht) das durchgemacht, was man eine "Persönlichkeitskrise" nennt. Zum erstenmal in meinem Leben war ich von allem gelangweilt. Alles und jedes und jedermann schien mir einen platten, trübseligen, mechanischen Kompromiß darzustellen. Wäre ich bei guter Gesundheit gewesen, so hätte ich die Flucht ergriffen - nach dem dunkelsten Afrika oder in Richtung des Indus oder Ganges, dorthin wo man in solchen Augenblicken flieht, um sich zu erneuern... und um neue Eindrücke zu sammeln, die uns neues Leben verheißen.

Sonntag, 27. Januar 2013

Katherine Mansfield (14.10.1888 - 09.01.1923) - 125. Geburtstag #01

Wörishofen, Bayern, 4. Juni 1909 
"(...)
Ich muß streiten, um vergessen zu können: Ich muß bekämpfen (!), um mich selbst wieder achten zu können. Ich muß mich nützlich machen, um wieder an das Leben glauben zu können. Ich will arbeiten, ich will mit dem Glück um die Zufriedenheit kämpfen. 
Wir müssen jeder allein sein - allein arbeiten, allein kämpfen, um unsere Kraft, unsere Opferwilligkeit zu beweisen."*   

* (Katherine lernte deutsch und verfasste diesen Text in deutscher Sprache. 1909 machte die in Neuseeland geborene und zu der Zeit in London lebende, eine Kur in Bad Wörishofen. Aus ihren Erlebnissen mit "deutschen Kurgästen" entstanden ihre ersten satirischen Skizzen, 1911 in Deutschland veröffentlicht unter dem Titel:  
"Eine deutsche Pension" )   
Quelle: 
Katherine Mansfield - Das Leben sollte sein wie ein stetiges Licht
Briefe, Tagebücher, Kritiken, Fischer TB 1983       

Bleistift auf braunem Papier DIN A4 (Pencil)
2013 - vor 125 Jahren wurde die neuseeländisch-britische Schriftstellerin Katherine Mansfield, am 14. Oktober 1888 in Wellington, Neuseeland geboren. Vor 90 Jahren, am 9. Januar 1923, starb sie - 34jährig und viel zu früh - in Fontainebleau, Frankreich, an den Folgen einer Tuberkulose, gegen die sie sehr tapfer, aber leider vergeblich ankämpfte. 
Dieses Jubiläumsjahr ist für mich ein schöner Grund, um ihr in diesem Blog einige Zeichnungen (Portraits) zu widmen. Sie war die jüngere Cousine, der von mir ebenso geschätzten Schriftstellerin 
Elizabeth von Arnim.
Katherine wurde durch ihre gesellschafts-satirischen  "Short Stories" bekannt.



 "Sie war eine der eigenartigsten und liebenswertesten Begabungen der 
englischen Literatur"  Hermann Hesse

1910
"Ich habe einen fast wahnsinnig zu nennenden Wunsch, etwas wirklich Gutes zu schreiben - und eine Unfähigkeit dazu, die unendlich qualvoll ist, wie du dir vorstellen kannst. Ich will es jedoch trotzdem versuchen, 
selbst wenn überhaupt nichts Großes dabei herauskommen sollte."    
Quelle: 
Katherine Mansfield - Das Leben sollte sein wie ein stetiges Licht
Briefe, Tagebücher, Kritiken, Fischer TB 1983       


So wie es Katherine mit ihrer Schreiberei erging, geht es mir mit meiner Portrait-Zeichnerei, aber:
"...Ich will es jedoch trotzdem versuchen, selbst wenn überhaupt nichts Großes dabei herauskommen sollte."  

   

Mittwoch, 3. Oktober 2012

Katherine Mansfield (1888-1923) #1


 "Gut, einer muß ja abwaschen & Essen besorgen. Sonst - "gibts nichts zu essen 
außer Eier." - Ja, ich hasse hasse HASSE das alles, was Du genauso annimmst, 
wie es alle Männer von einer Frau annehmen. Das ist ja in Ordnung bei Frauen,
die sonst nichts zu tun haben..."

Katherine Mansfield in einem Brief an ihren Ehemann J. M. Murry, 1913

Tusche & Aquarell  (Ink & Watercolor)








Katherine Mansfield war die junge Cousine von Elizabeth von Arnim (1866-1941),
siehe meine Beiträge vom 20.08.2012 und vom 30.08.2012.
K.M. erkrankte bereits 1917 an Tuberkulose, an deren Folgen sie 1923 verstarb. Sie war eine excellente Beobachterin und schrieb satirische gesellschaftskritische, witzig-humorvolle Short Stories und Erzählungen. Sie gilt als Wegbereiterin der modernen, englischen Short Story. In der Tat klingen ihre Erzählungen auch nach 100 Jahren noch sehr modern und aktuell.

Gouache auf braunem Karton

Sie kämpfte sehr tapfer gegen ihre Krankheit an:

"Man sollte sein Herz nicht verhärten, bis alles vorüber ist. Doch ach - das Leben könnte so wunderbar sein - Da liegt der unvergeßliche wunde Punkt. Wir haben nur ein Leben, und ich kann nicht an Unsterblichkeit glauben. Ich wünschte, ich könnte es. An den Pforten des Himmels ankommen, einen grimmigen, alten Engel rufen hören:
"Schwindsüchtige nach rechts - auf den hohen Berg, vorbei am Blumenfeld und den Boroniabäumen - wer unter Grieß, Stein oder Verfettung leidet, nach links zum ewigen Restaurant, wo es nach Ewigem Rindsbraten riecht.." 
Wie man hindurchschlüpfen würde!"

Katherine Mansfield an Lady Ottoline Morrell, November 1918           

Lese-Tipps:  
"In einer deutschen Pension", 1911  (auch als Hörbuch unter dem Titel: "Deutsche beim Fleisch") 
"Glück" ,1920