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Sonntag, 12. November 2017

Ballpoint Doodles - Patricia Highsmith (2)

Coole Kuli Kritzeleien...   
(ohne zu radieren!!!) 😏😎😲


 Patricia Highsmith (1921-1995)



Pat mit ca. 21 J. - 
nachdenklich, traurig, einsam?

Sie gilt vielen als "Misanthropin", ich denke sie war vorallem einsam, traurig und unverstanden! 

 
Patricia Highsmith - Realistic ballpoint doodle!😍

































 





Pat at circa 21. 
Was psychothriller author Patricia Highsmith misanthrope?
I'm not sure? I rather think she was lonely, sad and misunderstood!

  

Samstag, 4. November 2017

Ballpoint Doodles - Patricia Highsmith

Coole Kuli Kritzeleien... 
(ohne zu radieren!!!) 😏😎😲

  
 Patricia Highsmith (1921-1995)



Patricia Highsmith - Realistic ballpoint doodle!😍



Immer dann, wenn mich das Grauen packt, mag ich die Psychothriller Autorin ganz besonders. Meistens ist das im November, oft aber auch im Frühling, Sommer oder Winter.
Je berühmter Patricia Highsmith wurde, desto mehr schottete sie sich vom Rest der Menschheit ab. Schließlich durften nur noch Katzen in ihre Nähe. 

Vielleicht, weil ihre Bücher fast nur von "normalen" Bürgern handeln, die plötzlich durchdrehen und einen Mord begehen. Mit so einem "Menschenbild" im Kopf zieht man sich doch gerne zurück! 


Especially when horror comes over me, I love to read Patricia Highsmith's psychological thriller. This usually happens in November, but also in spring, summer, fall or winter! 

She preferred the company of cats, instead of humans.
Maybe her crime stories are a reason for that. 
I understand. I really do! 












Donnerstag, 19. Februar 2015

Just Patricia - An old flame never dies #3

"Alte Liebe rostet nicht" #3



 Eine schnelle Bleistiftstudie...
 
Just Patricia - Bleistift - Pencil






































Patricia Highsmith (1921-1995) - die einen lieben sie, die anderen hassen sie.
Für die anderen ist sie eine weltabgekehrte, miese Misanthrophin, 
die sich mit ihren Katzen in den Bergen verschanzt hatte und über die Abgründe
der menschlichen Seele schrieb, die zuweilen auch mörderische Formen annehmen kann.
Ich mag sie - sie tut mir leid - für mich ist sie nur eine menschenscheue "traurige Alte"
gewesen, deren düstere Psychothriller mir in ebenso "düsteren" Stunden schon guten 
Beistand leisteten  - man fühlt sich dann einfach nicht mehr so allein ! ;-)  
  

Patricia Highsmith (1921-1995) some love her... others hate her. 
Others thinking she would be an unwordly, mean misanthrope who digged herself 
with her cats in the mountains, writing about spiritual abyss of humans, 
which sometimes can lead to deadly obsessions. 
I like her - I feel sorry for her - for me she was only a stay-at-home "sad old lady",
whose gloomy psychological thrillers already gave me good support in alike "gloomy" hours - you simply don't feel so alone then! ;-)
   

 
 

Samstag, 29. März 2014

Patricia Highsmith - Die lieben Schnecken

Für diesen langen Post braucht ihr die Geduld und die Zeit einer Schnecke 
(aber es lohnt sich - versprochen!).

Schließlich sprach die Schnecke.
"Ich habe etwas, das sie mir sicher wegnehmen würden, 
wenn sie könnten. Etwas, das sie mehr begehren als alles andere. 
Ich habe Zeit." (Sufi-Spruch)


Tusche & Aquarell (Ink & Watercolor)


Tja, wir werden alle älter.

Patricia Highsmith hatte selber gemalt und gezeichnet. Sie hinterließ hunderte Aquarelle, Gouachen und sensible, feine Tuschzeichnungen. Sie zeichnete ständig. Sie konnte - wie ich finde - richtig gut zeichnen, hielt aber selber wenig von ihren malerischen Künsten. Erst wenige Wochen vor ihrem Tod überreichte sie ihrem langjährigen Verleger (Diogenes) ihre Mappen und Spiral-Skizzenblocks. Ein lebenslanges, privates Geheimnis. -
Sie überlegte eine zeitlang, ob sie nicht Malerin werden sollte. Sie traf sich lieber mit Malern, Komponisten und Filmemachern, als mit Schriftsteller-Kollegen. 
Ich gäbe was drum, könnte ich ihr meine Portraits von ihr vorlegen. Entweder es gefiele ihr oder sie hätte eine neue Inspiration für den nächsten Psychothriller. 
Wie auch immer, es wäre kein Schaden gewesen!;-)   

"Ich habe große Ehrfurcht vor Malern und Komponisten, weil ich oft denke, 
daß jeder - oder doch fast jeder - eine Kurzgeschichte schreiben kann." (Patricia Highsmith) 


Sie liebte nicht nur Katzen, deren unaufdringliche Gesellschaft sie schätzte, sondern sie mochte auch Schnecken. In New York entdeckte sie auf einem Markt lebende Schnecken, die zum Verzehr angeboten wurden.
Fasziniert beoabachtete sie ein Schneckenpaar beim Liebesspiel. Schnecken machen andauernd Sex und können in zwei Monaten bis zu 200 Eier legen. Dagegen sind Menschen stockprüde - vermutlich weil sie ständig in Hektik sind und unter Strom stehen! -
Sie kaufte es, aß es aber nicht, sondern fing mit dem Paar eine langjährige Schneckenzucht an.
Sie hatte früher neben dem Studium der Englischen Literatur auch Zoologie studiert und kannte sich aus. 

Sonntag, 23. März 2014

Patricia Highsmith - Die traurige Alte

Jeder Mensch trägt einen Zauber im Gesicht; irgendeinem gefällt er.
Christian Friedrich Hebbel (1813 - 1863), deutscher Dramatiker und Lyriker


Pat - "Die traurige Alte"     Bleistift-Pencil (18,5 x 18,5cm)



Eines der ersten Fotos, die ich von der talentierten und berühmten Psychothriller-Autorin Patricia Highsmith (1921-1995) entdeckte, zeigt sie - schon älter - in einem dicken Wollpullover, tief über die Schreibmaschine gebeugt. Sie kleidete sich selten "feminin".
Als ich ihr Gesicht sah, fiel mir einerseits auf, daß ihre Kettenraucherei und Sauferei deutliche Spuren in ihrem - in der Jugend hübschen - Gesicht hinterlassen hatte und gleich mein nächster Eindruck war: Sie sieht sooooo traurig aus! Warum? Warum?

In meinen Gedanken setzte ich mich zu ihr an die Schreibmaschine und legte meinen Arm um diese "böse, misanthrophische, versoffene, kranke Alte", wie sie auch beschrieben wird.
Dies war mein erster Eindruck von Patricia Highsmith, der sich bis heute nicht geändert hat. 

Sie lebte die letzten Jahre ihres Lebens am Lago Maggiore in der Nähe von Locarno. Garnicht soweit von meinem heutigem Wohnort entfernt. Sie starb 1995. 
Hätte ich zu ihren Lebzeiten Kontakt zu ihr aufnehmen können, hätte ich diese - menschenscheue Einsiedlerin (je berühmter sie wurde, desto mehr zog sie sich von den Menschen zurück) und Katzenfreundin, die Psychothriller schreiben mußte, um mit dem Leben und dieser Welt überhaupt klar kommen zu können  - zu gerne besucht.

Manche beschreiben sie als echte Misanthrophin, was im Alter noch zugenommen hätte.
Dies strahlt sie aber meiner Meinung nicht aus. Sonst hätte ich sie wohl nicht besuchen wollen. 
Für mich hat sie etwas "menschenscheues".  Dafür spricht auch, daß sie ihrem Verleger Daniel Keel (Diogenes Verlag) ihre persönlichsten Aufzeichnungen erst kurz vor ihrem Tod übergab.
Interviews wären eine große Qual für sie, berichtete sie. Hinterher würde sie sich immer fühlen, 
wie beim Genesungsprozess nach einem Verkehrsunfall. 

Sie brauchte ihr vieles Alleinsein für "Daydreaming" - für ihre Tagträume und konnte selbst gute Freunde nur ein paar Tage lang ertragen. Die Mörder in Patricia Highsmith' Psychothriller fangen vorallem dann an sich zu wehren, wenn die "mörderische Umwelt" sie an ihren lebenswichtigen Tagträumen hindert und so ihre Phantasie abtötet. - Ich kann das nachvollziehen.

Manch' ein "finsteres Gesicht" hat beim genaueren Hinsehen - wenn man sich die Zeit dafür nimmt und sich die Mühe macht - eher etwas Trauriges und auch Zartes, Verletzliches, Ängstliches. 


Pat, 21 J. - "Die traurige Junge"





Mittwoch, 18. Dezember 2013

Patricia Highsmith #2 - Ein schöner Schatten

 

"Für mich malt Francis Bacon das gültige Bild dessen, was in der Welt geschieht. Die Menschheit erbricht sich in eine Toilettenschüssel, und man sieht ihr nacktes Hinterteil." Patricia Highsmith (1921-1995)

Kohlestift & Pastell -Charcoal & Pastel (ca. 30x20cm Graukarton)
In diesem Blog gibt es einfach keine "normalen", gut-bürgerlichen Frauen. Wobei für mich persönlich das sog. tägliche "Normale", der eigentliche Wahnsinn ist. Die erfolgreiche Psychothriller Autorin entdeckte ich erst vor wenigen Jahren auf denkbar harmlose Weise:
Patricia Highsmith lebte in ihrer zweiten Lebenshälfte - als Ergebnis enttäuschender Liebesbeziehungen - hauptsächlich alleine und zunehmend zurückgezogen. Als ständige Gesellschaft schätzte sie allerdings Katzen. In ihrem Fall waren es meistens Siamkatzen.
Die große Sympathie für Katzen ist etwas, was ich mit ihr gemeinsam habe.  

"Zum Schreiben drängt mich nicht das Gewissen, sondern nur die Unzufriedenheit mit der Welt, deshalb bin ich Schriftstellerin." Patricia Highsmith



Bei Krimis hatte mich noch nie so richtig interessiert, wer der Mörder gewesen ist, denn zu wissen, wer es war, weckt auch keine Toten mehr auf! 
Aber schon immer interessierte mich:  
Warum wird jemand (mit oft gut-bürgerlichem Hintergrund) zum Killer?!?  
Also nicht "Whodunit", sondern "Whydunit".

Genau diese Frage wird in Patricia Highsmiths Büchern thematisiert. Morde passieren eher nebenbei, als wirklich beabsichtigt und werden ebenso beiläufig zur Kenntnis genommen, aber wie es soweit gekommen ist, was in der Psyche, in den Gedanken und Gefühlen, den Leidenschaften der gekränkten Seelen des späteren Mörders oder der Möderin vorgeht, dies ist das Spannende in ihren Büchern. 

"Fast jeder Mensch in dieser Welt ist stolz auf seinen scharfen Verstand, seine Großherzigkeit, seine Freundlichkeit, seine Klugheit, in der irrealen Unverletzlichkeit seines Arbeitszimmers... aber jeder Mensch zieht seine Rüstung an, wenn er in die Welt hinausgeht, panzert sein Herz und sichert seinen Mund... Im Herzen jedes Menschen sitzen Einsamkeit und Scham und Stolz." 
Patricia Highsmith, Notiz 1940

Patricia Highsmith faszinierte sich schon als Jugendliche für das psychologisch Abnorme. Das Buch des Psychiaters Karl A. Memminger The Human Mind (1930), in welchem er "abweichendes Verhalten" beschreibt, hatte Patricia inspiriert:

"Wenn eine Forelle nach einer Fliege schnappt, dabei einen Angelhaken verschluckt und nicht mehr frei und ungehindert schwimmen kann, fängt sie an zu kämpfen, sie zappelt und spritzt und schafft es manchmal zu entkommen. Öfters allerdings wird sie mit der Situation nicht fertig.
Auf die gleiche Weise kämpft der Mensch gegen seine Umgebung und die Haken, die ihn gefangen halten. Manchmal meistert er seine Schwierigkeiten; manchmal wird er nicht mit ihnen fertig. Sein Kampf ist alles, was die Welt sieht, und für gewöhnlich missversteht sie ihn. Es ist schwer für einen freien Fisch zu verstehen, was mit einem Fisch geschieht, der am Haken hängt."     


Buchtipp:
Edith's Tagebuch, 1977 
Für dieses Buch stand sie 1991
auf der Vorschlagliste für den Literatur-Nobelpreis.
  


Sonntag, 19. August 2012

Patricia Highsmith #1 - Ein schöner Schatten


GOUACHE - auf grauem Karton
Patricia Highsmith - diese seltsame, schüchterne, menschenscheue, menschenfeindliche, misstrauische, depressive, ehrliche, kluge, fröhliche, einfühlsame, fantasievolle, begabte, humorvolle, lesbische, komische Autorin und Katzenfreundin - Katzen waren ihre bevorzugte Gesellschaft - die düstere Psychothriller mit Sympathie und Verständnis für den Mörder schrieb ("Dostojewski") -
nicht wer war es, sondern warum passierte es, interessierte sie - die viel zu viel trank und Kettenraucherin war - aber traurig-schöne, etwas in sich gekehrte Augen hatte und von Alfred Hitchcok geschätzt wurde - lebte die letzten Jahre ihres Lebens sehr zurückgezogen im Tessin, am Lago Maggiore und nur ihre Katzen (meistens Siamkatzen) und Weinbergschnecken durften ihr immer Gesellschaft leisten - sie wurde am 19.Januar 1921 in Texas-USA geboren und starb am       
4. Februar 1995 in Locarno-Tessin, Schweiz.  

Bei Pat - die neben der Schreiberei zeichnete und aquarellierte - 

 Zeichnungen.


gibt es nur ein entweder oder, man mag sie oder mag sie nicht und ich mag sie, denn:

"(...) Sir Michael Lewey, der ehemalige Direktor der National Gallery und Ehemann von Brigid Brophy, erinnert sich an die Begegnung und erzählt, wie er und seine Frau im Lauf der Zeit Freunde von Patricia Highsmith wurden. (...) "Obwohl sie an diesem Abend auffallend schweigsam war, wirkte sie auf mich eher zurückhaltend als schüchtern, und ich hatte nicht den Eindruck, als wäre ihr unbehaglich zumute inmitten all der Fremden. Die Begeisterung, die ich an den Tag legte, amüsierte sie, und sie reagierte mit einem geknurrten, aber nicht unfreundlichen "Hm, hm", was, wie mir später klar wurde, typisch Pat war. Sie hatte überhaupt nichts Zurückweisendes und war auch nicht unnahbar. Vielmehr hatte ich den Eindruck, dass sie auf stille Weise eine überempfindliche , aber eindeutig faszinierende Persönlichkeit war, die man gern näher kennen möchte. (...) " 

zitiert aus                                                                                                     
Andrew Wilson " Ein schöner Schatten. Das Leben von Patricia Highsmith" 
(die Hervorhebungen sind von mir).     


Die beschriebene Begegnung mit Patricia Highsmith zeigt einen Menschentyp, der mir sehr sympathisch ist!