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Sonntag, 14. August 2016

An Evening with Mark Twain

Mit Philosophen muß man sprechen, 
wenn sie Zahnschmerzen haben.

Mark Twain  (1835-1910), US-amerikanischer Erzähler und Satiriker   



 
Mark Twain  - Acryl auf Karton - Acrylic on cardboard  (ca. 25cm x 25cm - 10 x10 inch)









































Twain lebte nicht nur viele Jahre in Kalifornien, sondern später auch in Europa. Vor allem hielt er sich in Deutschland auf, er sprach sogar DEUTSCH (u.a. übersetzte er den  Struwwelpeter ins Englische) und beschrieb völlig begeistert den schwäbischen Neckar (bei Heidelberg) und angeblich hatte ihn eine Floßfahrt auf dem Neckar (ausgerechnet!) zu seinem Welterfolg "Huckleberry Finn" inspiriert! 
   
Tatsache ist:
1879/80 lebte Twain 3 Monate mit seiner Familie in Heidelberg.
1880 veröffentlichte er "Bummel durch Europa", wo er begeistert den Neckar 
("der deutsche Mississippi") beschrieb. 
In dieser Zeit schrieb er auch "Huckleberry Finn" zu Ende:

Auf dem Floß
Deutschland ist im Sommer der Gipfel der Schönheit, aber niemand hat das höchste Ausmaß dieser sanften und friedvollen Schönheit begriffen, wirklich wahrgenommen und genossen, der nicht auf einem Floß den Neckar hinab gefahren ist. Die Bewegung des Floßes ist gerade die richtige; sie ist träge, gleitend, sanft und geräuschlos; sie beruhigt alle fiebrige Betriebsamkeit, schläfert alle nervöse Hast und Ungeduld ein; unter ihrem beruhigenden Einfluß schwindet jeglicher Ärger, Verdruß, Kummer, der den Geist quält, und das Leben wird zum Traum, ein Zauber, eine tiefe und stille Verzückung.  😊😉😏









und schließlich:
1884 wird Huckleberry Finn veröffentlicht! 😊😏😉





This is about Mark Twain's three-months stay in Heidelberg (Germany) 1879-1880.
He was very impressed by the Swabian river Neckar and enthusiastic he described a 
raft trip on Neckar river in his book  "A Tramp Abroad" (1880).
The rumor goes that he got his inspiration for "Huckleberry Finn" (1884) on that raft trip!
Is that true? Who knows... 😏




Sonntag, 26. Juli 2015

An Evening With Mark Twain


"Ich lebe seit Kurzem ein neues und erhabenes Leben. Es taucht mich in eine heilige Verzückung, zu sehen, wie sich ein Portrait unter meiner Hand entwickelt und Seele bekommt (...) Notabende: Ich kriege keinen guten Mund hin, lasse ihn deshalb weg. Reicht auch ohne."  

Mark Twain, aus: 
"Und ich mischte die Farben und vergaß die Welt..."
"The Writer's Brush. Paintings." 
   

Den Mund habe ich einigermaßen hinbekommen, allerdings ist mir das 
Bild durch zuviel "Blau-Lasur" einwenig blaustichig geworden.
Egal! Es geht auch so... ;-)  


Mark Twain - Acryl auf Karton (Acrylic on cardboard) ca. 40 x 30cm







































Mark Twain himself was very pleased to be able to draw little portraits.
However he couldn't draw a mouth, but this didn't bother him.  

Here I could draw a mouth, but I've used too much glaze with blue and so
this painting is with a blue cast. Whatever! That doesn't bother me...;-)




Mittwoch, 6. Mai 2015

Everyday in May 2015 #6 - Mark Twain (Pastel)


"Trenne dich nicht von deinen Illusionen. Wenn sie verschwunden sind, wirst du weiter existieren, aber aufgehört haben zu leben."
Mark Twain (1835-1910)

Dies ist mein Lieblingszitat von Mark Twain, mein Rettungsanker wenn ich mal wieder - wie so oft - 
am Abgrund stehe, wenn ich denke: Das ist das Ende! - Diese Momente, wenn ich bitter bereue, daß ich mich nicht frühzeitig mit dem Gedanken befaßt hatte, doch besser eine sichere, überschaubare Beamtenlaufbahn einzuschlagen. 
Aber nein, stattdessen gab ich mich schon frühzeitig den Illusionen hin: 
"Irgendwas mit Malen, irgendwas Künstlerisches... "

Sicher würde ich noch "existieren", wenn ich ein kleiner Amtsdiener wäre. Nein kein Amtsleiter, 
dies wäre viel zu riskant, sondern lieber jemand der die Akten sortiert und weiterleitet, die vorher längst von "Verantwortlichen" abgesegnet wurden...  dies wäre ein überschaubarer, sicherer Job... sorgenfrei - aber: würde ich dann noch leben? ;-)   


Mark Twain - Pastell (Pastel)






































"Don't part with your illusions. When they gone, you may still exist, but you have ceased to live"
Mark Twain (1835-1910)

This is my favorite quote of Mark Twain, my lifeline in times when I'm located - as often happens - 
on a razors edge, when I'm thinking: this is the end! - 
These moments, when I bitterly regret not to have imagined timely a safe, straightforward career 
as a civil servant.
But oh no, instead I cherished illusions: "somewhat like painting or any arts..."

Surely I would still "exist", if I would be a little usher. Oh no not a head official, that's to risky,  
but rather someone who transfers documents which already would be authorised by people 
in authority... that would be a manageable and safe job - worryless -
but: would I still live then? ;-)
   

Sonntag, 25. Mai 2014

Every Day in May 2014 #25 - Mark Twain


Papas Aussehen ist oft beschrieben worden, aber ganz unkorekt;
er hat wunderschönes lokkiges graues Haar, kein bißchen zu dick, auch 
nicht zu lang; genau richtig; Eine römische Nase die die Schönheit 
seiner Gesichtszüge sehr vermehrt, gütige blaue Augen und einen kleinen
Schnurrbart, er ist ein sehr lieber Mann, und ein sehr komischer.

Suzy Clemens,13,  Mein Papa, Tagebuch über ihren Vater Samuel Longhorne Clemens




Mark Twain   Studie - Bleistift & Aquarell (Pencil & Watercolor) ca. 25 x 24 cm




Lieber ("Onkel") Mark,

so schön wie Deine Tochter Dich beschrieben hatte, habe ich Dich - bei meinem ersten größeren Aquarell-Portrait - sicher nicht gemalt. Das geht garnicht!
Du hast selber mit Begeisterung gezeichnet, besonders Selbstportraits und Du hattest zugegeben, daß Du einen Mund nicht gut zeichnen könntest und mit Deinem, für Dich typischen, trockenen Humor, hattest Du dies unbeschwert kommentiert:

"Notabene. Ich kriege keinen guten Mund hin, lasse ihn deshalb weg. Reicht auch ohne."

Mittwoch, 30. April 2014

"Matthi-Huckleberry" #1


Wer sich nicht selbst zum Besten haben kann,
der zählt gewiß nicht zu den Besten.
                             Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), 
                             deutscher Dichter der Klassik, Naturwissenschaftler und Staatsmann


"Matthi-Huckleberry" - Tusche & Aquarell (Ink & Watercolor) ca.23 x 15cm
Nicht Yoga, aber gut! ;-)

(...) Miß Watson, eine ziemlich schmächtige alte Jungfer mit einer Brille (...), sagte dann wohl:
"Nimm deine Füße herunter, Huckleberry" , und "knirsch nicht so mit den Zähnen - setz dich grade hin"; und alsbald pflegte sie zu sagen: "Gähne nicht so, Huckleberry, und rekle dich nicht so - kannst du dich denn garnicht benehmen?"  Dann erzählte sie mir viel von der Hölle, und ich sagte, ich wäre gerne dort. Da wurde sie schrecklich zornig., und dabei hatte ich's doch wirklich nicht böse gemeint. Ich wollte halt nur gern irgendwo anders hin; Abwechslung war alles, was ich wollte, ich war durchaus nicht wählerisch. Sie sagte, es sei Sünde so zu sprechen; meinte (...), sie für ihr Teil wollte so leben, daß sie in den Himmel komme. Nun, ich konnte nicht gerade einen Vorteil darin sehn, dorthin zu kommen, wo sie hinwollte (...);
Immerhin hatte sie jetzt ein Thema gefunden, und sie fuhr fort und erzählte mir alles über den Himmel. Alles was man dort zu tun habe, sagte sie, sei, den lieben langen Tag mit einer Harfe umherzugehen und zu singen, immer und ewig. Davon hielt ich nun nicht gerade viel. Aber das sagte ich nicht laut (...). 
aus: Mark Twain "Huckleberry Finns Abenteuer", Insel Taschenbuch, 1997


Sonntag, 27. April 2014

Lebens- und Überlebenskunst im Selbstversuch ;-)

Sei vorsichtig beim Lesen von Gesundheitsbüchern, 
der kleinste Druckfehler kann dein Tod sein.
Mark Twain (1835 - 1910), eigentlich Samuel Langhorne Clemens, 
US-amerikanischer Erzähler und Satiriker


SELBSTVERSUCH - Bleistift - Pencil (21 x 15cm)
Vor einigen Tagen konnte ich am eigenen Leibe erleben, wie wahr doch Mark Twains Gedanke ist! 

Ich bekam plötzlich Spätnachmittags Probleme mit dem Atmen.Tief Durchatmen schmerzte im Brustkorb bis hinunter in die Hüftgegend und strahlte bis in die Beine aus. Der Rücken schmerzte. Also atmete ich flach und bekam die Panik. -
Es fühlte sich an, wie eine Zwangsjacke oder als ob ich drei Steinsäcke mit mir herumschleppen würde. 
In jeder Hand ein Sack und noch einen quer über die Schultern. - 
Ich fühle mich schwach wie ein hunderjähriger, alter Mann - kurz vor dem Abgang. Wenigstens wollte ich noch wissen weswegen denn Schluß sein sollte - bevor ich mich noch ausgiebig in Kalifornien umschauen konnte. 
Also googelte ich "alter, krummer, kranker Mann" den ganzen Abend von 


A- wie Asthma, über H - wie Herzinfarkt, über K -wie Krebs, zu Rückenmarksschwund bis hin zu Lungenembolie - um nur wenige Endstimmungs-Krankheiten zu nennen. 

Donnerstag, 30. Januar 2014

2014 - 450 Jahre WILLIAM SHAKESPEARE #1


"Im Überfluß zu sündigen, ist schlimmer als Lüg' aus Not,
und Falschheit zeigt sich böser im König als im Bettler."

William Shakespeare (26.04.1564-03.05.1616) Dramatiker, Lyriker, Schauspieler


 Alleine dieses Eingangszitat beweist schon, wie hochaktuell der 450 Jahre 
"alte" bzw. "junge"  William Shakespeare ist!    




                          (Zum Vergrößern aufs Bild klicken)
Skizze - Bleistift-Pencil  (Cartoon)


Dieser kleine Cartoon ist eine Persiflage auf den jahrhunderte-alten Streit über die "Urheberschaft der William Shakespeare-Stücke" .

Hier streiten von links nach rechts:
Mark Twain, William Shakespeare und Marilyn Monroe. 

Der von mir ebenso sehr geschätzte Mark Twain glaubte nie daran, daß der "einfache Bürger" William Shakespeare so hochintellektuelle Stücke verfassen konnte, die zudem noch oft in aristokratischen Kreisen spielen und stellt in den Raum:
"I can't believe, that you are the writer of the famous plays"
("Ich kann nicht glauben, daß Du der Verfasser der berühmten Stücke bist"

Darauf kontert William Shakespeare ganz cool:
"Can you prove this?"
 ("Kannst Du das beweisen?")  

Die gewitzte Marilyn mischt sich ein:
"Hey boys - how stupid! Don't discuss who the author is!
The plays are great. This means enough for me"
(Hey Jungs - wie dumm! Diskutiert nicht darüber, wer der Autor ist.
Die Theaterstücke sind großartig. Das genügt mir")


Sonntag, 5. Mai 2013

Mark Twain #2


Mark Twain gehts wie mir: Wir müssen unsere Sachen so bringen, daß die Leute, die uns sonst hängen lassen würden, glauben, wir machen Spaß."  George Bernard Shaw (1856-1950)       


Kohlestift & Pastell (Pastel & Charcoal) auf Graukarton (30x20cm)
Hier mal wieder ein Portrait von einem Mann.  Es ist ein alter Jugendfreund von mir! :-) 

Ach - wie hätte ich nur meine Jugend ohne Huckleberry Finn (psssst... den ich ein kleinwenig lieber mag, als Tom Saywer überstehen sollen und wie sollte ich heute mein "Erwachsen-Sein" überleben, ohne Mark Twains witzig-bissige Satiren für, über und gegen "Erwachsene"? Zum Beispiel "Die Arglosen im Ausland"  oder der köstliche "Bummel durch Europa", der sich besonders mit Deutschland  beschäftigt. ;-)
"Alle reden vom Wetter. Aber keiner tut was dagegen",  meinte Mark Twain und er hat verdammt noch mal recht!




Ein ganz besonders vergnüglicher Leckerbissen ist für mich ein "Tag an den Niagara-Fällen" (1869), wo Twain schon vor 144 Jahren über den Touristenrummel (oder die "Sonntagsausflügler") sehr geistreich herzieht - und es klingt erstaunlich aktuell:
"(...) Auf der kanadischen Seite fährt man dicht an dem Abgrund entlang,  flankiert von Fotografen, die hinter ihren Kameras nur darauf warten, uns und unser klappriges Vehikel in ein pompöses Frontispiz zuverwandeln, mit einem Fell auf unserer altehrwürdigen Kiste, das für ein Pferd anzusehen wir angehalten sind; und im Hintergrund, klein und unbedeutend, die erhabenen Niagara-Fälle; man soll es nicht glauben, wie viele Leute die Stirn oder die Skrupellosigkeit besitzen, diese kriminellen Umtriebe billigend zu unterstützen. 
Bei diesen Fotografen kann man jederzeit prächtige Bilder bewundern, mit Papa und Mama und Johnny und dem Kleinen und seinem Schwesterchen oder den Vettern vom Land, wie sie töricht lächelnd und steif in ihrem Pferdewagen posieren und in ihrer grandiosen Dämlichkeit die klein und popelig in Szene gesetzte majestätische Erscheinung überragen, eine Erscheinung, dessen dienende Geister die Regenbogen sind, dessen Stimme der Donner ist, dessen ehrfurchtgebietendes Antlitz von Wolken verhüllt wird, die hier schon herrschte, lange bevor es diesem Pulk kleinerer Reptilien vergönnt war, sich für einen kurzen Augenblick ins anonyme Gewimmel des Lebens zu stürzen, und die hier noch in Äonen herrschen wird, wenn jene sich längst wieder zu ihren Blutsverwandten, den anderen Würmern gesellt und sich mit dem Staub vermischt haben, der keine Erinnerung kennt.
Es richtet natürlich keinen Schaden an, wenn jemand die Niagara-Fälle wählt, um vor diesem Hintergrund seine völlige Bedeutungslosigkeit so recht zur Schau zu stellen, aber es gehört doch ein fast übermenschliches Maß von Selbstüberschätzung dazu, es tatsächlich zu tun (...)"
        Mark Twain: "Ein Tag an den Niagara-Fällen"
                               aus "Kannibalismus und andere Erzählungen"






Samstag, 18. August 2012

Mark Twain #1

Tusche & Aquarell  (Ink & Watercolor)


"Papa's Aussehen ist oft beschrieben worden, aber ganz unkorekt;
er hat wunderschönes, lokkiges graues Haar, kein bißchen zu dick, auch
nicht zu lang; genau richtig. Eine römische Nase, die die Schönheit
seiner Gesichtszüge sehr vermehrt, gütige blaue Augen und einen kleinen
Schnurrbart, er ist ein sehr lieber Mann, und ein sehr komischer."
Suzy Clemens, 13, Mein Papa, Tagebuch über ihren Vater Samuel Longhorne Clemens   


GOUACHE - auf grauem Karton