Mittwoch, 13. März 2013

Frühlings-Lockrufe #02 - Primula #01


Bild ohne Worte... :-)

d.h. da fällt mir noch schnell etwas ein.  
Gestern tagten in Germany wichtige Wissenschaftler und machten sich Gedanken über die aktuelle deutsche Sprache, die "Reinheit" wäre gefährdet: 
Beklagt wird das sich ausbreitende "Denglish".  

Kohlestift & Pastell auf braunem Kraftpapier (ca. 30 x 20 cm)
 



















Also von mir aus kann jeder schwätzen wie er will, sogar schreiben wie er will und wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten. Der Schriftsteller Marcel Proust empfand "Rechtschreibfehler" als die verzeihlichste Schwäche und schrieb in einem Brief:  
"Jeder Rechtschreibfehler verrät einen Wunsch".
Also - solang i versteh, was ebbr (=jemand)  moint ond des g'fällt mir, isch die communication perfect. G'fällt mir aber net, was ebbr moint, wird die Verständigung auch in "reinem" Hochdeutsch nicht besser! Ist logisch oder?



So, don't worry and keep smiling (= immer lächeln) und a little bit Wise Guys "Denglish"   hören. Das macht echt Fun (= Spaß)!

Have a nice day! 
(Habt einen netten Tag)


P.S. Microsoft (engl) = Kleinweich (dt.)  ... muahahahahahahahah und nicht erschrecken: Ein  "Facility Manager" ist immer noch der gute alte "Hausmeister"! :-) 
 

Sonntag, 10. März 2013

Marilyn in Pastell #01

... und wieder ein Versuch :-)


Seit Sommer 2010  "versuche" ich mich an ihr. Begonnen hatte ich mit gut 2-Euro-großen Gesichtern. Inzwischen arbeite ich gleich mit einem Din-A4-Format. 
Alles learning by doing - trial & error. Jedoch wohl inspiriert :-)
Kein Gesicht empfinde ich als so schwierig zu zeichnen, wie das von Marilyn Monroe.
-  Marilyn schafft mich?
Ich hoffe nicht, nehme es sportlich und als weitere Herausforderung - 
demnächst mehr... 
(dieses Motiv diente als Inspiration).
   
Kohlestift und Pastell auf grauem Karton (ca. 30 x 20 cm)




























Wieder-Beziehungen

Jedermanns Kindheit spielt sich ab.
Kein Wunder, dass nie einer den anderen kennt oder ganz verstehen kann.
Demnach weiß ich nicht, ob ich mit diesem Fazit aufgebe oder resigniere -
oder vielleicht zum ersten Mal die Wirklichkeit zulasse -

wie wollen wir den Schmerz der früheren Jahre eines anderen kennen,
geschweige denn alles, was er mitschleppt, wo man einander doch auf dem Weg 
höchstens viel Spielraum lassen kann - aber wie viel ertragen ist ungesund

Ich denke, tapfer lieben ist das Beste und akzeptieren - so viel man ertragen kann

Nachdenkliche Notiz von Marilyn
(die Unterstreichungen sind original von ihr).

aus: 
Marilyn Monroe,  Tapfer Lieben - Ihre Aufzeichnungen, Gedichte und Briefe, S. Fischer, 2010   


Mittwoch, 6. März 2013

Frühlings-Lockrufe #01

 

Wann kommt der Frühling? 

Eine kleine, abstrakte Spielerei mit Pastellen...


Pastell auf grauem Karton (ca. 23x 23 cm)






























Sonntag, 3. März 2013

Henry Miller (1891-1980) #01

Zur Abwechslung mal ein Portrait von einem Mann... ;-)



"Don't look for miracles.
You are the miracle!
                  Henry Miller  (1891-1980)

"Schau nicht nach Wundern.
Du bist das Wunder!"

Tusche & Aquarell (Ink & Watercolor)























"(...) Offengestanden bin ich schon soweit, daß ich, wenn ich auch nur das Wort Sex höre, am liebsten den Revolver nehmen möchte, um mich zu verteidigen, und schreien: "Vernichtet den Sex!" 
Nicht etwa, daß ich das wirklich wünschte, aber die Diskussionen darüber, die wünsche ich wirklich zum Teufel. Ich hab's satt, ja wirklich satt, daß das immer die erste Frage ist, die man mir stellt. Ich bin schließlich weder ein Freud noch ein Jung (...)"        
"(...) Ja, es stimmt, in "Sexus" ist eigentlich sehr viel von Sexualität die Rede. Sie ist darin konzentriert. Aber das bezieht sich nur auf eine bestimmte Epoche meines Lebens. Und doch scheint man mich deswegen für eine Art "Genie der Pornographie" zu halten. Das ist falsch. Und man soll mir nur nicht kommen und sagen, ich sei anormal. Ich persönlich halte mich für sehr normal (...) "
Henry Miller, 1969 in einem Dialog mit dem sympathischen Georges Belmont (welcher 1960 ein ebenso interessantes Interview mit Marilyn Monroe führte!). Den Dialog mit Henry Miller gibt es als Buch: 
Henry Miller - Meine Jugend hat spät begonnen, Fischer TB Juli 1973  



Nun, Henry  "mit" oder  "ohne"  Sex - vorallem aber "ohne" Sex, ist für mich, ungeachtet seines Rufes, ein geistreicher Schriftsteller und ein unkonventioneller Lebenskünstler, den ich gerne lese und der mir bis heute viel zu sagen hat. Von einem "Heiligen" schreibe ich hier nicht, aber auch nicht von einem "Scheinheiligen". Auch wenn phasenweise sehr "versaut", so war er doch immer eine ehrliche, unverkünstelte Haut und er liebte das Leben bis ins hohe Alter. Er war begeistert von Hermann Hesse (er setzte sich in den 60er Jahren maßgeblich dafür ein, daß Hesse in den USA übersetzt und bekannt wurde!) er schwärmte sehr für Hildegard Knef (und umgekehrt "Er ist mein großer Freund" ), die zwei wurden dicke Freunde (seit 1961) und:  
er malte zeitlebens mit kindlicher Begeisterung Aquarelle (click) - einfach so, aus purer Freude, ohne den Anspruch auf  "hohe Kunst". Dabei entstanden über 3000 "naive" Malereien. In der Tat haben seine Malereien meist etwas rührend "kindliches" und welche Überraschung, dies bei einem Mann (sic.!) zu entdecken, der Bücher wie "Sexus" schrieb. 
Er spielte - von Jugend an - gut Klavier, liebte sein altes Rennrad ("Mein bester Freund") und Tischtennis. 
Sein Klavier und seine Tischtennisplatte zogen immer mit um. 
Der Mann hatte Humor und war heiter (was für mich die liebenswürdigsten menschlichen Eigenschaften sind) und das obwohl er jahrzehntelang teilweise hungern mußte. Der große "Durchbruch" kam erst im Alter! Er blieb in schwersten Lebenszeiten seinen Idealen treu, er hielt Stigmatisierungen und materielle Not aus, er kippte in seinem langen Leben nie um und biederte sich nirgendwo an. Wie viele Menschen gibt es mit dieser Konsequenz?  
Ein aufrichtiger Künstler wie ich ihn mir vorstelle!
Dadurch hat er sich einen Platz in Matthi's Art Journaling mehr als verdient! :-) 

"Jeder Krieg ist eine Niederlage menschlichen Geistes." Henry Miller

Sonntag, 24. Februar 2013

Selbstversuch #01


"I paint self-portraits because I am so often alone, 
because I am the person I know best"
Antonio Rodríguez Luna (1910 - 1985), span. Maler 

"Ich male Selbst-Portraits weil ich so oft alleine bin,
weil ich die Person bin die ich am besten kenne." 
 

Kohlestift & Pastell auf Kraftpapier - ca. 20x30cm (Charcoal & Pastel)



























Mittwoch, 20. Februar 2013

Topfgarten versus Winter

Hach, Ende Februar und noch kein Frühling zu riechen. Im Gegenteil, der Winter schwächelt noch nicht. Höchste Zeit sich damit zu trösten, daß -  egal wie er sich derzeit noch aufbäumt - am Ende muß er sich doch verziehen,  wie jedes Jahr.

Hier ist eine kleine Impression vom Sommer 2012 und 2013 wird es wieder ähnlich, da kann der Winter machen was er will!:-)   


Tusche & Aquarell (Ink & Watercolor)






















Sonntag, 17. Februar 2013

Glückliche Gärtnerinnen #04 - Liz #04


Liz brauchte wirklich etwas angemessenes zum Anziehen,  
das mußte selbst ich einsehen...;-)

Pastell und Farbstift auf grauem Karton (DIN A 4)





Kollektion

Strohhut, 
Gartenschürze ("Garten Glück") 
& Gartenstiefel:
Edition Hortus Feminina

Strapse & Netzstrümpfe:
Optional 

 Modelabel:
Sunflower









„Modeschöpfer sind Männer, die das Zweitschönste auf der Welt tun: 
Frauen anziehen.“
                                                      Marcello Mastroianni (1924-96), ital. Filmschauspieler 



Mittwoch, 13. Februar 2013

Mein Computertisch


Du kannst ein Haus kaufen, 
aber kein Heim;
du kannst ein Bett kaufen,
aber nicht Schlaf;
du kannst eine Uhr kaufen,
aber nicht die Zeit.* 
                           Fernöstliche Weisheit


Tusche & Aquarell (Ink & Watercolor)



























* ...und deshalb sollte man auch die Zeit  vor dem Computer sinnvoll nutzen! :-)


Mittwoch, 6. Februar 2013

Alles was ein Mann braucht #05


"Reife des Mannes: 
das heißt den Ernst wiedergefunden haben, den man als Kind hatte, beim Spiel."
                                            Friedrich Nietzsche (1844-1900), aus: Jenseits von Gut und Böse

Tusche & Aquarell (Ink & Watercolor)





















Sonntag, 3. Februar 2013

Katherine Mansfield (14.10.1888 - 09.01.1923) - 125. Geburtstag #02


K.M.  Tagebuch, 19. Mai 1919

"Ich bitte ja nur um Zeit, das alles schreiben zu können - Zeit,
meine Bücher zu schreiben. Dann macht es mir nichts aus, sterben zu müssen.
Ich lebe um zu schreiben. 
Die schöne Welt (Gott, wie schön ist die sichtbare Welt!) ist da, und ich 
bade in ihr und fühle mich erfrischt. Aber es ist mir, als hätte ich eine PFLICHT,
als hätte man mir eine Aufgabe zugewiesen, die ich beendigen muß. 
Laß sie mich beendigen: laß sie mich beendigen, ohne Eile, damit alles schön wird,
wie ich es nur machen kann..."    
Quelle: 
"Katherine Mansfield - Leben und Werk in Texten und Bildern"  
Von Ida Schöffling, insel tb, 1996

       
Kohlestift & Pastell auf Kraftpapier - ca. 20x30cm (Charcoal & Pastel)


Es ist das erste mal, daß ich mit Kohle gezeichnet habe. Diese tiefschwarzen Linien machen einerseits Angst, weil kleinste "Fehler" sehr deutlich hervorstechen. Andererseits - wenn die Linien eingermaßen "stimmig" sind - finde ich gerade Kohlezeichnungen außerordentlich ausdrucksstark und nach meinem Geschmack "verblaßt" im Vergleich damit, die Wirkung einer Bleistiftzeichnung. 

Das war sicher nicht meine letzte Kohlezeichnung!





Silvester, den 31. Dezember 1922 schreibt Katherine Mansfield - nur 9 Tage vor ihrem Tod folgende berührende Zeilen an eine "Gräfin Russel". Dies ist keine geringere, als ihre ältere Cousine Elizabeth von Arnim, die zu dieser Zeit in 2. Ehe mit einem "Grafen Russel" verheiratet gewesen war, von dem sie sich später "erfolgreich" scheiden ließ - es war die letzte "Ehe" ihres Lebens, danach kamen für sie nur noch "Liebhaber" in Frage...:-) 

"Wie Du siehst, schicke ich Dir diese Zeilen im allerletzten Moment, während das alte Jahr sich bereit macht, uns den Rücken zu kehren. Ich möchte Dir erklären, warum ich Dir so lange nicht geschrieben habe. Es ist nicht aus Mangel an Zärtlichkeit. Aber ich bin in einen Zustand tiefster Verzweiflung gefallen, als ich gewahr wurde, daß die Behandlung mit Röntgenstrahlen mich nur noch mehr schwächen würde (Katherine litt unter Tuberkulose). Und so habe ich denn alles aufgegeben und habe mich entschlossen, ein neues Leben anzufangen (die tapfere Frau kämpfte bis zur letzten Minute!). Aber dieser Entschluß ist noch durch persönliche Komplikationen erschwert worden. Als ich in London ankam, habe ich (Sidney hatte recht) das durchgemacht, was man eine "Persönlichkeitskrise" nennt. Zum erstenmal in meinem Leben war ich von allem gelangweilt. Alles und jedes und jedermann schien mir einen platten, trübseligen, mechanischen Kompromiß darzustellen. Wäre ich bei guter Gesundheit gewesen, so hätte ich die Flucht ergriffen - nach dem dunkelsten Afrika oder in Richtung des Indus oder Ganges, dorthin wo man in solchen Augenblicken flieht, um sich zu erneuern... und um neue Eindrücke zu sammeln, die uns neues Leben verheißen.

Sonntag, 27. Januar 2013

Katherine Mansfield (14.10.1888 - 09.01.1923) - 125. Geburtstag #01

Wörishofen, Bayern, 4. Juni 1909 
"(...)
Ich muß streiten, um vergessen zu können: Ich muß bekämpfen (!), um mich selbst wieder achten zu können. Ich muß mich nützlich machen, um wieder an das Leben glauben zu können. Ich will arbeiten, ich will mit dem Glück um die Zufriedenheit kämpfen. 
Wir müssen jeder allein sein - allein arbeiten, allein kämpfen, um unsere Kraft, unsere Opferwilligkeit zu beweisen."*   

* (Katherine lernte deutsch und verfasste diesen Text in deutscher Sprache. 1909 machte die in Neuseeland geborene und zu der Zeit in London lebende, eine Kur in Bad Wörishofen. Aus ihren Erlebnissen mit "deutschen Kurgästen" entstanden ihre ersten satirischen Skizzen, 1911 in Deutschland veröffentlicht unter dem Titel:  
"Eine deutsche Pension" )   
Quelle: 
Katherine Mansfield - Das Leben sollte sein wie ein stetiges Licht
Briefe, Tagebücher, Kritiken, Fischer TB 1983       

Bleistift auf braunem Papier DIN A4 (Pencil)
2013 - vor 125 Jahren wurde die neuseeländisch-britische Schriftstellerin Katherine Mansfield, am 14. Oktober 1888 in Wellington, Neuseeland geboren. Vor 90 Jahren, am 9. Januar 1923, starb sie - 34jährig und viel zu früh - in Fontainebleau, Frankreich, an den Folgen einer Tuberkulose, gegen die sie sehr tapfer, aber leider vergeblich ankämpfte. 
Dieses Jubiläumsjahr ist für mich ein schöner Grund, um ihr in diesem Blog einige Zeichnungen (Portraits) zu widmen. Sie war die jüngere Cousine, der von mir ebenso geschätzten Schriftstellerin 
Elizabeth von Arnim.
Katherine wurde durch ihre gesellschafts-satirischen  "Short Stories" bekannt.



 "Sie war eine der eigenartigsten und liebenswertesten Begabungen der 
englischen Literatur"  Hermann Hesse

1910
"Ich habe einen fast wahnsinnig zu nennenden Wunsch, etwas wirklich Gutes zu schreiben - und eine Unfähigkeit dazu, die unendlich qualvoll ist, wie du dir vorstellen kannst. Ich will es jedoch trotzdem versuchen, 
selbst wenn überhaupt nichts Großes dabei herauskommen sollte."    
Quelle: 
Katherine Mansfield - Das Leben sollte sein wie ein stetiges Licht
Briefe, Tagebücher, Kritiken, Fischer TB 1983       


So wie es Katherine mit ihrer Schreiberei erging, geht es mir mit meiner Portrait-Zeichnerei, aber:
"...Ich will es jedoch trotzdem versuchen, selbst wenn überhaupt nichts Großes dabei herauskommen sollte."  

   

Mittwoch, 23. Januar 2013

Alles was ein Mann braucht #03


Tusche & Aquarell (Ink & Watercolor)





















Wer selber Gitarre und/oder Klavier spielt, kann bestimmt gut nachvollziehen,
wie Paul McCartney dies meint....

Sonntag, 20. Januar 2013

Über Malen & Zeichnen und über das "tagebuchartige Zeichnen" '#01

 „Die kleine Palette voll reiner unvermischter Farben, voll hellster Leuchtkraft, 
 sie war mein Trost, mein Arsenal, mein Gebetbuch und meine Kanone, mit der ich nach dem Tode schoß. Mit ihr habe ich schon tausendmal Magie getrieben und den Kampf mit der blöden Wirklichkeit gewonnen.“
                                                                      Hermann Hesse, 1877-1962, Dichter & Maler


Mit diesem Post möchte ich beginnen, etwas grundsätzliches darüber zu bemerken, was das "Malen & Zeichnen" für mich persönlich bedeutet und warum ich möglichst täglich zeichne und warum ich mich entschlossen hatte, 
den Blog "Matthi's Art Journaling" zu starten.  

Frühwerk - Bleistift & Aquarell (Pencil & Watercolor)
Zunächst ist es etwas ganz wunderbares, sich "selber auszudrücken" (auch mit allen "Fehlern", dies gehört dazu!). Also nicht wieder-zukäuen, nicht "nach-zuahmen", nicht täglich nur das  "Programm Anderer" passiv und kritiklos zu konsumieren oder zu erleiden, sondern ein eigenes Programm aktiv 
zu gestalten!




Benutzt man dafür einen Zeichenstift, ein Blatt Papier und wenn's beliebt auch ein paar Farben, so ist man bereits in der Lage mit einem kleinen Budget und bei geringer Investition sein Leben aktiv zu gestalten und zu bereichern. 
Malen & Zeichnen ist durchaus etwas Meditatives. Man ist vertieft in diese Tätigkeit, währenddessen vergißt man Stress, Kummer und Sorgen, man vergißt buchstäblich sich über irgendetwas aufzuregen und dies ist wesentlich effektiver, als wenn man sich in den Flieger setzen würde, um sich - bei hoher Investition und Umweltbelastung - an einem fernen Strand in die Sonne zu legen und es ist gesünder als sich zu besaufen. Hinzu kommt noch, daß einen die "Alltagssorgen" bis in den entferntesten Erdwinkel verfolgen. Denn sie bleiben ja im Innern und liegt man passiv am Strand, haben die Sorgen - ähnlich wie ein Virus - reichlich Zeit um sich auszubreiten und zu vermehren. Da ist es also wesentlich hilfreicher zuhause zu bleiben und beim Zeichnen tatsächlich die Sorgen zu vergessen - 
zumindest solange man zeichnet. 
Malen & Zeichnen lehrt geduldig zu sein und trainiert die Ausdauer. Es schult den Blick zu unterscheiden, was wesentlich und was nebensächlich ist. Es fördert überhaupt das genaue Hin-Sehen. Es bildet das Form-und Farbgefühl und es regt die Phantasie an. Man lernt wieder sich an den "ganz kleinen Dingen" riesig zu erfreuen, z.B. indem man diese malt & zeichnet. 
Alles Fähigkeiten, die im Leben äußerst nützlich sind!

Zeichnet man also viel und regelmäßig und wenn's geht noch etwas "kompliziertes" (z.B. Portrait, Anatomie),  dann werden auch regelmäßig die "Sorgen" aktiv abgelenkt und ausgeblendet, denn in diesem Moment ist es einfach wichtiger, ob die Nase oder die Anatomie oder das Haus auf dem Hügel richtig sitzt. Mit der Zeit kann man auch durchaus erleben, daß sich die eine oder andere "Sorge" als völlig unnötig erwiesen hatte. Unterdessen haben sich aber die Malereien und Zeichnungen weiterentwickelt und verbessert, was ein Erfolgserlebnis ist - welches das Selbstbewußtsein stärkt - und somit die Lebensfreude erhöht und dies wiederum kommt der Gesundheit zugute. Denn nichts ist so bekömmlich wie neue Lebenslust und Motivation.
Also ein ganz klarer großer Gewinn - und ein Segen in unserem Burnout-geplagten "Highspeed-Zeitalter".
Dies alles gibt es fast zum Null-Tarif und es ist doch von unschätzbarem Wert!  

Somit kann ich das oben angeführte Zitat von Hermann Hesse - aus eigenem Erleben -  zu 100% bestätigen!
  
Tusche & Aquarell (Ink & Watercolor)




Mittwoch, 16. Januar 2013

Alles was ein Mann braucht #02



Tusche & Aquarell (Ink & Watercolor)




















"Im echten Manne ist ein Kind versteckt."
                                               Friedrich Wilhelm Nietzsche deutscher Philosoph (1844 - 1900)


und so muß sich Harmonica anhören :-)


Sonntag, 13. Januar 2013

Fingerübungen...


Liz hat im Moment wenig Zeit und sie besteht darauf, 
daß sie nur ausgeruht und stressfrei posiert.
Sie hat ja so recht, denn alles im Leben sollte man ausgeruht und stressfrei tun!
Dies berücksichtige ich sehr gerne und mache einstweilen - alleine - 
mit  "Fingerübungen" weiter.
Für die reichlichen Fans (hoffentlich!) von Liz habe ich optimistischen Trost:
Sie kommt bald wieder ! :-)

Tusche & Aquarell (Ink & Watercolor)





















"Der moderne Mensch wird in einem Tätigkeitstaumel gehalten, 
damit er nicht zum Nachdenken über den Sinn seines Lebens und der Welt kommt."
Albert Schweitzer (1875-1965), deutscher evangelischer Theologe, Musikforscher, Philosoph und Arzt



Das hatte die kluge Marilyn auch gewußt: 
"(...) Ich habe den Ruf, immer zu spät zu kommen. Also "immer" schon mal nicht. 
Man erinnert sich eben nur daran, wenn ich mal zu spät gekommen bin.  
Außerdem glaube ich wirklich, daß ich einfach nicht so schnell bin wie die anderen. 
Sie springen ins Auto, fahren los, kommen nie zum Stillstand...
Ich glaube nicht, daß wir dafür geschaffen sind, wie Maschinen zu leben. 

Außerdem ist das so nutzlos! 
Man arbeitet so viel besser mit ausgeruhtem Verstand und in Muße. 
Wenn ich mich im Studio beeilen muss, um zu proben, mich frisieren, schminken oder anziehen zu lassen, dann komme ich erschöpft am Drehort an. 
Als wir Let's Make Love drehten, hielt George Cukor, der Regisseur, es für sinnvoller, dass ich zwar verspätet, aber frisch kam.  
Bei allem, was ich mache, lasse ich mir gern Zeit. Man hetzt zuviel heutzutage. 
Darum sind die Leute so nervös und so unglücklich mit ihrem Leben und sich selbst. 
Wie kann man irgendwas perfekt machen unter solchen Umständen? 
Perfektion erfordert Zeit.(...) "

Marilyn Monroe, 1960, im Interview mit Georges Belmont


Mittwoch, 9. Januar 2013

Nie ohne meine Baskenmütze #01 :-)

Diese Zeichnungen sind voller Fehler. 
Aber aus Fehlern lernt man am besten! :-)
Es ist der Versuch einer Weiterentwicklung. 
Ursprünglich war meine Motivation des Gesichter-Zeichnens, zu lernen, ein Gesicht in verschiedenen Ausdrucksweisen (Mimik) und zwar recht "realistisch" (also nicht stilisiert comic-haft) darzustellen. Dies bedeutet aber, daß ich für die Weiterentwicklung eben keine Fotovorlage mehr habe, sondern aus meinen zeichnerischen Kenntnissen und meiner Vorstellungskraft schöpfen muß. 

Tusche & Aquarell (Ink & Watercolor)
    



















Bei diesem Beispiel entstand das Bild ganz links (Nr.1) nach einem Foto und ich finde gerade dieses nicht besonders gelungen. Sie wirkt da zu "streng", das Gesicht ist zu schmal...das Kinn zu spitz, etc., es wirkt fast etwas "männlich". Bild-Nr. 2 war eine Abwandlung des Fotos Nr.1 (es ist schon besser) und das Bild in der Mitte (Nr.3) finde ich am besten, es ist für mich durchaus "Marilyn-like" und dieses Bild Nr. 3 habe ich völlig frei (Foto-unabhängig) gestaltet. - Spannend.
Das paßt auch gut zur Story, denn die gelungene "amüsierte Marilyn" beansprucht die Baskenmütze der zwei anderen für sich - 
also ist Nr.3  das "Original" und die anderen sind ein Fake. :-)  
Insgesamt müßten alle drei Gesichter das nächstemal "weicher" werden und die Hälse wirken hier unvorteilhaft einwenig wie "Gänsehälse". 
Eigene Zeichenfehler bei Gesichtern zu erkennen, ist durchaus schon ein Fortschritt. 

Diese Art Gesichter zu zeichnen ist für mich die ganz hohe Schule, sehr schwierig und eine große Herausforderung. Es ist schon nicht einfach, ein Gesicht  "frontal" direkt nach Vorlage gut hinzubekommen.
Ich bin gespannt, wie weit diese Entwicklung geht...   
     

Sonntag, 6. Januar 2013

Glückliche Gärtnerinnen - Liz #03



und nur der Mond schaut zu...:-)


Farbstift und Pastell auf schwarzem Fotokarton (24x23cm)


Moonlight Serenade für Liz...
weil sie doch soooooooo romantisch ist...wie ich...seufz... :-) 

Entwurf: Bleistift (HB & 6B) auf Pauspapier


Das Malen & Zeichnen mit Pastell-Kreiden begeistert mich immer mehr. Jahrezehntelang dachte ich das "Aquarell" wäre - für mich - die absolute Spitze (es ist auch wunderbar!), aber wenn man mal anfängt mit Pastellen herumzu-spielen und zu experimentieren, macht einen der Effekt von "zart bis kräftig" geradezu euphorisch. Die Farben lassen sich mit wunderbar weichen Übergängen vermischen ("verschmelzen") und man hat - im Gegensatz zum Aquarell - viele Möglichkeiten um zu korregieren. Man kann die Malerei unterbrechen und Tage später weitermachen - 
je nach Inspiration.



Für so hübsche Motive wie z.B. Liz kann ich mir nichts besseres vorstellen 
als Pastell ! :-)  - In nächster Zeit probiere ich damit mal "Portraits" ! 

Ein kleiner Nachteil ist, daß die Pastelle sehr empfindlich sind, man muß sie sorgfältig lagern (mit weichem Papier als Zwischenlage, z.B. Küchenpapier) oder gleich hinter Glas rahmen und im Zweifelsfall zwischen den Malgängen mit Spray fixieren und mit einer Schlußfirnis versehen. Wenn dann noch das Papier alterungsbeständig ist, können Pastelle jahrhundertelang halten -
na, wer weiß, evtl. "kennt" in 500 Jahren noch jemand Liz... :-)     


Dienstag, 1. Januar 2013

Glückliche Gärtnerinnen - Liz #01

Was sind meine Vorsätze für 2013?
Mehr Lebensfreude, mehr Lebenslust und wenn das Wetter und die Umstände gerade nicht danach sind...pffft - dann male ich mir eben die lachende Sonne  - mit allem drum und dran :-)
Das Wetter bleibt dann zwar wie es ist - aber im Innern wird es sonnig und das ist das Wichtigste! 
Wenn ich mit dieser Lebensfreude andere Leute einwenig "anstecken" kann - vielleicht durch dieses Blog -  dann freut mich das umsomehr -

Prosit 2013 ! Happy New Year ! Felice Anno Nuovo! Bonne année!

Bleistift, Farbstift & Pastell auf grauem Karton (DINA4)


Liz brachte hier ein kleines "Opfer" für die Schönen Künste, denn die weibliche Anatomie läßt sich seit Jahrhunderten am besten am unbedeckten Leib studieren und das ist 
auch 2013 noch so! :-)
Dieses kleine Opfer hat Liz offenbar Spaß gemacht, denn die Sonne lacht - es ist warm!

Zudem liebt sie - wie ihre berühmte Vorfahrin - den Garten (=Paradies). Eva genierte sich auch nicht, warum auch und niemand nahm daran Anstoß  - außer Adam - aber der ist zum Glück nicht hier, denn das hier ist  Matthi's Art Journaling ...:-)  








 Bleistift (HB & 6B), Farbstift auf Pauspapier


Die Süße ist noch in der Pubertät
das sieht man(n) doch!?
Einige Zeichnungen später wird sie sich zu voller Pracht entwickelt haben! 
Ein spannender Prozess. Noch nie in meinem Leben hatte ich  "soetwas" gezeichnet. 
Ich konnte vorher nicht ahnen, was daraus entsteht. Zwar war ich konzentriert bei der Sache, aber schließlich zeichnete Liz sich von alleine.
 “Jedes gute Buch schreibt sich von selbst, man darf es nur nicht dabei stören.” 
erklärte die Psychothriller-Autorin 
Patricia Highsmith  





 

Nun steht hier also Liz. Sie scheint sich ihrer Wirkung durchaus bewußt zu sein. 
An Selbstbewußtsein mangelt es ihr offensichtlich nicht. Allerdings sehe ich auch nichts Arrogantes an ihr. 
Sie scheint nicht ohne Witz zu sein, irgendwie locker, aber ganz sicher nicht  "locker vom Hocker". Ich vermute, daß ein Mann sie zuallererst mit Geist & Witz beeindrucken könnte... alles andere kommt untergeordnet danach...

Für die Herren der Schöpfung, die ein Date mit Liz möchten, hier mein Tipp: 
Immer in Richtung Fantasia... 
und wenn Bobbel Boy zu sehen ist, ist auch Liz nicht mehr weit... :-)  




Montag, 24. Dezember 2012

Weihnachtsbobbel 2012


Weihnachtsgrußkarte 2012

































                                                                                                       



Frohe Weihnachten 2012





PS: Letzte Meldung bzgl. Weihnachtsmann.
Um es gleich zu sagen, ich mag den Weihnachtsmann! - 
CocaCola behauptet dreist, daß sie den bärtigen rot-weißen Mann 1931 
für Werbezwecke erfunden hätte.Das ist aber eine unweihnachtliche Lüge! 
Eine Sammlerin von Weihnachtsmann-Karten kann eine Karte von 1897 vorlegen! Hier ist der ganze Artikel.
Wer auch immer den Weihnachtsmann "erfunden" hat, CocaCola war es nicht! 
Eher war es irgendein "verrückter" Zeichner, der den Weihnachtsmann in einer Laune aufskizziert hatte - siehe Bobbel Boy :-)   
 

Sonntag, 23. Dezember 2012

Hundi im Advent

 Das ist ein kleiner  "Kleiner Münsterländer"...



 




















eine Auftragsarbeit zu Weihnachten...

                                                                                                       
Acryl auf Leinwand (40 x 40cm)
 
























Mittwoch, 19. Dezember 2012

Schneckenhäuser


Auch etwas Besinnliches...


Tusche & Aquarell (Ink &  Watercolor)




















Das Schneckenhaus

Was stößt dein Fuß hier vor sich hin?
Was schätzet so gering dein Sinn? –
Ein leeres Schneckenhaus im Gras!
Und doch – ein Lusthaus war auch das,
Als es noch wandelt‘ in der Au,
Umblitzt von aller Blumen Tau. –
Verachte nie des Schöpfers Stempel,
Auch nicht am kleinen Schneckentempel!
                    Karl Mayer (1736-1870) Jurist und Dichter


Sonntag, 16. Dezember 2012

Teddy im Advent

Acryl auf Leinwand
Vielleicht ist das eine sehr schöne Adventsgeschichte, oder nur kindisch, ich denke es hängt davon ab, welcher  Erwachsene dies liest.      

Dieser Teddy ist im Original ca. 40 cm hoch und 20 cm breit. Er ist das Geschenk einer Kollegin. Sie hatte ihn mit herbstlichem Grün bestrickt. 

Ich kam morgens sehr früh in die Firma und sie zeigte mir einen großen Karton mit lauter süßen, von ihr bestrickten Teddys - herbstlich grün. 

Sie fragte mich, welcher Teddy einem Mann wohl am besten gefiele. Ich vermutete, daß sie dies fragt, weil sie damit auf den Weihnachtsmarkt gehen 

wollte und zeigte sofort auf den größten und kräftigsten Teddy, weil der doch am "männlichsten" wirken würde. 
Kaum hatte ich das ausgesprochen, da streckte sie mir den Teddy entgegen.

Da stand ich nun, ein "gestandener"  Mann von Anfang 50, morgens um 7 Uhr mitten in der Halle, mit diesem so sehr männlichen  Teddy in der Hand, bereit um mich wieder zupackend in einen männlichen Arbeitstag zu schmeißen. :-)     
Der Teddy war dann den ganzen Tag mein Beifahrer und ich war stolz wie Oskar und überglücklich, während ständig Autofahrer überholten, die vermutlich noch männlicher  waren als wir...
Ab dem nächsten Tag blieb der Teddy aber zuhause, denn so ein Arbeitstag ist auf die Dauer doch etwas zu anstrengend für ihn. Er kuschelt lieber mit meinen Katzen (oder sie mit ihm) . -

Das Original-Teddy-Portrait ist übrigens unverkäuflich. 
Ich schenke es o.g. Kollegin zu Weihnachten.

Ich wünsche eine besinnliche Adventszeit!    


Hier gibt es mehr über Teddys :-)

Mittwoch, 12. Dezember 2012

Ein Winternachtstraum :-)


Tusche & Aquarell (Ink & Watercolor)
Wenn das Shakespeare wüßte...

...was ein Maler noch rechtzeitig Warmes aus der Schublade ziehen kann, bevor der eisige Schneesturm alles zusammenfriert. 













 



... und wenn sie nicht gestorben ist, so lebt sie heute noch 
                                        (zumindest hier in meinem Blog!) :-)