Montag, 12. Mai 2014

Every Day in May 2014 #12 - Blaue Stunde


...ehrlich gesagt, es waren ein paar "lasierende" und vorallem sehr entspannende und lehrreiche "blaue" Stunden...;-)




"Blaue Stunde" Aquarell - Watercolor ca. 23x25 cm



Die Farben sind durch das Einscannen leicht verändert. Das Original ist schöner.
Am besten wirkt die Malerei, wenn man sie mit 2-3 m Abstand vom Monitor betrachtet!;-) 


Bessere Übungen um die "Magie des Aquarells" zu lernen, gibt es nicht.
Sehr einfache Formen, wenig Farben, die aber effektiv eingesetzt.  

Eine blaue Glasflasche. Eine blaue Steinkeramik-Kugel (links). 
Eine blaue, flache Steinkeramik-Kugel (rechts). 

Dies habe ich verwendet:
Eine zarte Bleistift-Vorskizze
Ultramarin
Kobaltblau
Türkis
Lila
Sepia
Maskierflüssigkeit ("Rubbelkrepp")

Die Farben bestehen aus jeweils 5-10 transparenten Schichten (stark wasserverdünnt).
Diesmal habe ich auch die Maskierflüssigkeit richtig verwendet.
Die kleinen weissen Flächen, sind die hellen Lichtreflexionen auf der Flasche und den Steinen.
Ich habe hier herausgefunden, daß ich die Maskierflüssigkeit beim "Whitney-Portrait"  nicht gründlich genug weggerubbelt hatte. Nun habe ichs kapiert! ;-) 

  
Ich wünsche eine schöne neue Woche! ;-)

  


Sonntag, 11. Mai 2014

Every Day in May 2014 #11 - Whitney-Aquarell #01

Weil Sonntag ist, gibt es wieder ein Aquarell-Portrait.

Es ist alles dabei, mit Fehlern, wie z.B. "Pigmentstörungen", aber es ist mein erstes Aquarell bei dem ich kein "Bleichgesicht", sondern "dunkle Haut" gemalt habe...




"Whitney-Studie"  Aquarell - Watercolor (ca. 25 x 21cm)


Es ist faszinierend. 
Beim Malen von "dunkler Haut" wurde mir klar, in wieviel feinen und vielseitigen Farbschattierungen sie strahlt. Es ist vielmehr "dunkel-bunt" und straft unsere Bezeichnungen "schwarz" oder "braun" Lügen.

Für Whitneys "dunkle Haut" habe ich fünf verschiedene Farben in mehreren transparenten Schichten übereinander gelegt:
Sepia, Siena gebrannt, Gelber Ocker, Orange und Lila.
Diese Aquarelltechnik nennt man "lasieren". Man malt mit stark verdünnter Farbe, z.B. Sepia, für die dunkleren Hautpartien. Man wartet bis die Farbe trocken ist und legt weitere, bis zu fünf verdünnte Sepia-Schichten darüber, bis es dunkel genug ist. Genauso verfährt man mit den anderen Farben.

Dies ist eine recht zeitaufwendige Malweise, aber nur so entsteht dieser zauberhafte Aquarelleffekt:
Verschiedene "transparente" Farben strahlen, einschließlich des hellen Papiers, durch einander hindurch. 
Beherrscht man das Aquarellieren meisterlich - dies erfordert geduldiges Üben! -  dann haben gerade Aquarelle etwas "Magisches", was mit keiner anderen Maltechnik erreicht wird!   
Beim Pastell, z.B. kann man maximal 2-3 Farbschichten übereinanderlegen, sonst wird die Farbe "stumpf", sie leuchtet nicht mehr. Beim Aquarell sind fünf und mehr transparente (stark wasserverdünnte) Farbschichten möglich - sie leuchten trotzdem.

Die unschönen hellen Flecken auf der Haut - die sog. "Pigmentstörungen", sind ein Malunfall. 
Es gibt die Möglichkeit das Papier mit einer Flüssigkeit zu bestreichen (z.B. "Rubbelkrepp"), wenn diese Stellen weiß bleiben sollen. Man kann sie dann problemlos übermalen. 
Später kann man die Stellen mit den Fingern "abrubbeln" (Rubbelkrepp), um sie nachträglich zu bemalen. Ich weiß nicht, was genau passierte, vielleicht rubbelte ich nicht genug ab, jedenfalls nahm das Papier an diesen Stellen später die Farbe nicht mehr genug an. 
Das ist echtes "Künstlerpech". Schade, sonst finde ich es für den Anfang garnicht so übel. 
Doch das sind Erfahrungen, dafür macht man ja Studien... bestimmt werde ich kurzfristig das gleiche Motiv nochmals aquarellieren... "dunkle Haut" ist sehr schön.;-)     

  







2009 - Whitney brachte ihre letzte CD heraus. Es sollte ein großes Comeback werden. I Look to You... Ich seh Dich an war auch die ausgekoppelte Single. Ein netter Fan stellte die besten Liveversionen dieses Songs zusammen und veröffentlichte es auf YouTube. - "Stimme weg" beschwerten sich Medien und Fans. Ich finde sie beweist hier sehr eindrucksvoll, daß sie selbst mit ihrer angekratzten, "angekoksten" Stimme noch tausendmal schöner singt, als die meisten auf diesem Planeten! Whitney Houston starb, mit 49, am 11.Februar 2012. 




Samstag, 10. Mai 2014

Every Day in May 2014 #10 - "Canard Dans Savon"


Ente auf Seife...

aber en francese klingt selbst eine eher prosaische Situation très magnifique ! ;-)

Ein natürlich-gewachsenes Stilleben...


"Canard Dans Savon"  Tusche & Aquarell (Ink & Watercolor) ca. 23x25 cm


...eine Seifenablage, ein paar bunte, duftende Seifenbruchstücke aus einer regionalen Seifenmanufaktur und eine kleine gelbe Gummiente. Das "Stilleben" befindet sich auf dem Sims direkt über meinem Waschbecken. Das hatte sich einfach so ergeben. 
Die Seifenbruchstücke gabs als Gratiszugabe in der Manufaktur.
Als ich zuhause war, wußte ich nicht so recht wohin damit, denn ich kann immer nur eine Seife zur gleichen Zeit benutzen. Ich dachte, es wäre durchaus sinnvoll, sie alle auf die Seifenablage in der Nähe des Waschbeckens zu legen...;-)

Nun zum Prachtstück: Die kleine gelbe Gummiente!     
Dies war ein Werbegeschenk. Auf dem Messestand der Stuttgarter Tourismusmesse im Januar 2014, erbettelte ich diese Ente bei einer hübschen Mitarbeiterin vom Badezentrum "Bad Blau", denn ich sammle solche Enten. Vermutlich bin ich der erste und einzige "erwachsene" Mann in ihrem Leben gewesen, der mit so einem kühnen Wunsch an sie herangetreten war, denn dann bleibe ich ihr bestimmt lange in Erinnerung.;-) 

Zusätzlich schenkte sie mir noch einen Gutschein über "1,5 Stunden Sauna - gültig bis 2017".  
Damit ich weder diese Mitarbeiterin - ich habe sie eben in Facebook entdeckt (verrate ich aber nicht!) - noch die "Gratis-Sauna" vergesse, landete die kleine Ente auf dem Seifenberg. 


Alles sehe ich nun mehrmals am Tag direkt vor mir,  mindestens aber morgens und abends beim Zähneputzen... 

... ein natürlich-gewachsenes, malerisches und inspirierendes Stilleben...;-)



P.S. Die kleine gelbe Ente hat auch einen großen Facebook-Auftritt ---> hier und hier
       

     

Freitag, 9. Mai 2014

Every Day in May 2014 #09 - Kochlöffel und so


Wer den Kochlöffel in der Hand hat, 
macht die Suppe so, wie es ihm beliebt.
Aus Italien                                                                                   


.... und so schnell werde ich den Löffel sicher nicht abgeben! ;-)



Kochlöffel und so - Bleistift & Aquarell (Pencil & Watercolor) ca. 23x25 cm

 
Tja, hätte ich - wie "anständige Leute" - schicke, abschließbare, Designer-Küchenschränke, 
dann könnten sich in meinem Haushalt keine so malerischen, natürlich-gewachsenen Stilleben entwickeln. Mit dem "anständig" habe ich es nicht so dringend. Das Malerische, das Pittoreske, das Idyllische, ist mir entschieden wichtiger!

Außerdem finde ich die üblichen, künstlich arrangierten "Stilleben" - z.B. "ein Apfel, eine Birne, 
eine Pfeife, eine Lesebrille, die aufgeschlagene Bibel und daneben eine brennende Kerze"
mit denen seit Generationen Malschüler zu Studienzwecken gequält werden, stinklangweilig 
und einfach doof... ;-)  



Donnerstag, 8. Mai 2014

Every Day in May 2014 #08 - "Sitting Bull"





"Sitting Bull"  - Bleistift - Pencil (21 x 15cm)


Sie sagen, unsere Mutter die Erde gehöre ihnen; sie zäunen uns, ihre Nachbarn, von unserer Mutter ab. Sie beschmutzen unsere Mutter mit ihren Gebäuden und ihrem Abfall. Sie zwingen unsere Mutter, zur Unzeit zu gebären. Und wenn sie keine Frucht mehr trägt, geben sie ihr Medizin, auf das sie auf’s neue gebären soll. Was sie tun ist nicht heilig. Sie sind wie ein Fluss zur Zeit des Hochwassers. Im Frühling tritt er über die Ufer und zerstört alles auf seinem Wege
Sitting Bull (1831-1890), Lakota-Sioux-Indianer, er wurde 1890 von einem Indianerpolizisten erschossen.

Mittwoch, 7. Mai 2014

Every Day in May 2014 #07 - Knallgelbe Veilchen


Weniger ist sehr oft mehr...





Knallgelbe Stiefmütterchen - Aquarell - Watercolor (ca.25x21cm)



































... tauchen die Stiefmütterchen aber zu Hundertschaften, zum Beispiel als "Straßenbegleitgrün" in Verkehrsinseln oder in Fußgängerzonen auf, finde ich sie sehr schnell fürchterlich langweilig. Erscheinen sie gar invasionsartig zu Tausenden in Reih & Glied - wie ich es als Gärtner auf der 
"Insel Mainau" (1981) erlebte, sind sie ein regelrechter Schrecken! 
Wir jungen Gärtner sind damals an Wochenenden auf die Gemüseinsel "Reichenau" geflüchtet,
um uns zu erholen, weil wir das penetrante, quietschbunte und oft künstlich-kitschige Blütenmeer der "Blumeninsel Mainau" nicht mehr ertragen konnten...;-) 

Blühen Stiefmütterchen allerdings vereinzelt in Kübeln, Körben oder Kästen, ists für mich die reinste Poesie und dann liebe ich die Veilchen! 




Dienstag, 6. Mai 2014

Every Day in May 2014 #06 - "Orangen-Power"


Düfte haben mehr als eine Ähnlichkeit mit der Liebe, und manche Leute glauben sogar, 
die Liebe sei selbst nur ein Duft; wahr ist, daß die Blume, der sie entströmt, die schönste 
der Schöpfung ist.
Alfred de Musset (1810 - 1857), französischer Dichter, Novellist und Dramatiker



Orangen-Power - Tusche & Aquarell (Ink & Watercolor) ca.21 x 15 cm




Der "Frühjahrsputz" geht weiter...;-) 

Es gibt viele Putzmittel für den gewöhnlichen Haushalt, die so einen penetranten Geruch, ja üblen Gestank haben, daß es mir in frisch geputzten Räumen bald schon schlecht wird und es mir fast lieber wäre, man ließe den Dreck so wie er ist. 
Durch diese vielen chemisch aufgemotzten "Seifenlaugen" wirken die Räume nach dem Putzen zwar "sauber", aber wohl kann ich mich dort deshalb noch lange nicht fühlen.

Vor gut zehn Jahren hatte ich den ersten "Orangenkraftreiniger" einer Ökoproduktkette in meinem Haushalt. Meine Wohnung duftete nach dem Wischen & Schrubben stets nach frisch ausgepreßtem Orangensaft.
Der Freitag war bei mir Dank "Orangenduft", jahrelang "Putztag", auf den ich mich immer schon Tage vorher freute.....später hatte dieses Unternehmen keine Filialen mehr. 
Mein Orangenkraftreiniger ging zur Neige, ich fand keinen würdigen Ersatz und kaufte mir stattdessen "natürlichen", aber ätzend stinkenden "Essigreiniger", den ich nur zum Klo reinigen benutzte und aus wars mit relaxter "Frühlingsfrische" in meiner Wohnung. ;-)

Endlich habe ich wieder einen tollen "Orangenkraftreiniger" entdeckt, zu erschwinglichen Preisen. 
Der ist wirklich kräftig und sehr ergiebig - 5 ml auf 10 Liter Wasser und voll ökologisch abbaubar 
und sehr hautverträglich . WOW! 

Und was für ein himmlischer Duft! 
Als mir heute die Postbotin den neuen Reiniger brachte, ließ ich meine Malsachen sofort fallen (das heißt was!!!), um im Badezimmer zu schrubben und das ganze Bad in Orangenduft zu hüllen...;-)
Natürlich wird "Putzen", nur zum gesunden und entspannenden PutZEN, wenn man im Hintergrund die passende Musik hört - ich empfehle Mozart! ;-). 

Aber kein Adaggio, sondern bitte unbedingt Allegro... in voller Lautstärke  -
hier zum Beispiel:
  
geschrieben für Maria Theresa Paradis



Ich liebe den Duft von Orangen, er macht fröhlich, heiter, optimistisch, relaxed ...
Man bekommt ganz einfach gute Laune und beim PutZEN verwandelt sich meine Wohnung 
in meinem Geiste schnell in einen Orangenbaumhain... irgendwo im sonnigen Süden...
vielleicht in Italien - oder - 
was mir fast noch lieber ist: 

Orange - Orange County - das ist in Süd-Kalifornien! ;-)
    

  

Sonntag, 4. Mai 2014

Every Day in May 2014 #04 - "Wonne-Marilyn"


Sonntags wird nicht geputzt - da habe ich besseres zu tun! ;-)




Ist die Mailuft lau und lieblich,
liegt die Menschheit rum und liebt sich.
                                                                              (unbekannt)



"Wonne-Marilyn"   Aquarell - Watercolor (ca. 25 x 21cm)



Dieses Portrait hatte ich kürzlich als "Pastell" vorgestellt, nun ists ein Aquarell. 
Es gefällt mir besser als das Pastell, obwohl man beim Aquarell noch viel mehr falsch machen kann.
Man muß dabei sehr schnell sein. Fehler sind kaum zu korrigieren. Wenn die Farbe noch naß ist, wirkt sie "dunkler", als im trockenen Zustand. Irrtümer wirken sich besonders bei "Licht & Schatten" eines Gesichtes fatal aus. Die linke Gesichtshälfte (wenn man drauf schaut) ist mir etwas zu "gelblich" geraten - zu spät! Das mache ich niiiie wieder...
Ist die Farbe erstmal ins Papier eingesogen, hat man es entweder richtig gemacht und man wird mit zarten und strahlenden Farben belohnt - oder aber das Antlitz ist geschändet...;-)
Dies ist das erste Mal, daß ich mich getraut hatte, ein Portrait auf hochwertigem, 300 g starken Aquarellkarton (DIN A4) zu malen.

Beim Malen hoffte ich, daß sie noch "schöner" würde, aber ich finde es okay so. - 
Zum "Tanz in den 1. Mai" hätte ich sie - so wie sie hier ist - gerne mitgenommen!;-)  



Der passende Soundtrack für obiges Aquarell und einen "Tanz in den 1. Mai" 
ist meiner Meinung dies hier, einfach Zucker  - Zucchero vom Feinsten 
und ganz laut anhören  - träumen ist erlaubt...;-)





Every Day in May 2014 #05 - Handfeger&Schaufel

 

Weiter gehts mit der Abteilung: "Frühjahrsputz"


Für mich ist es das genialste Putzgerät aller Zeiten und selbst in meinem Haushalt 
im täglichen Einsatz! ;-)
Hat der Erfinder dafür eigentlich den Nobelpreis bekommen?
Falls nicht, dann wird es höchste Zeit!




Handfeger & Schaufel - Tusche & Aquarell (Ink & Watercolor) ca.21 x 15 cm

 

Dustblade & Broom


Wie edel und magisch dies auf Englisch klingt! 
Tatsächlich habe ich einen gewissen Verschleiß an Handfeger&Schaufel. 
Die werden selbst bei mir nicht alt, Dank Katzenstreu & Balkongärtnerei. 
Natürlich fegt das Auge mit und auch die haptische Wahrnehmung darf nicht vernachlässigt werden und deshalb sind meine Schaufeln immer aus Metall und die Feger sind aus Holz und haben Naturborsten. 
Es gibt heute auch Modelle komplett aus Plastik. 
Wie grausam, für mich wäre dies das Ende allen Putzens!;-) 

Zeitlos schön, robust und haptisch. So geht Handfeger & Schaufel (click)



Samstag, 3. Mai 2014

Every Day in May 2014 #03 - Alter Besen


Neue Besen kehren gut -
doch die alten kehren besser! 
An diesem alten Besen soll meine Wohnung genesen...;-)



Alter Besen - Tusche & Aquarell (Ink & Watercolor) ca.21 x 15 cm



Aus der Abteilung "gesunder Frühjahrsputz" ;-)

Dies ist ein echter Klassiker!
Geschätztes Alter: mindestens 20 Jahre.
Gefühltes Alter: max. 12 Monate.  
Für Wohnung und Balkon -
aber nur sehr bedingt für das Treppenhaus geeignet...;-)
Katzenstreu-resistent

Seidenweiche, tiefschwarze, glänzende Haare. Rechts und links an den Seiten blonde Strähnchen. 
Stabiler, nostalgischer Holzstil mit Patina. Etwas für echte Retro-Fans!
Durch die seidenweichen Haare kehrt er auch feinsten Staub und kommt in alle Ecken......

........wenn man ihn läßt! ;-)



Freitag, 2. Mai 2014

Every Day in May 2014 #02 - "Staubsauger"



Es saugt und bläst der Heinzelmann, 
wo Mutti sonst nur saugen kann
 Weihnachten bei Hoppenstedts - Vertreterbesuch von Loriot




STAUBSAUGER - Tusche & Aquarell (Ink & Watercolor) ca. 23x25 cm



Mutti hatte mir einen Artikel aus der F.A.Z. (vom 26. April 2014) geschickt:
Schmeiß dich in den Schaum!

Staubwischen hebt die Stimmung, Entrümpeln schützt gegen Stress und Überforderung: 
die Wissenschaft hat überzeugende Belege dafür, dass der Frühjahrsputz die Gesundheit fördert.  

Aber ob "mein" Frühjahrsputz wirklich meine Gesundheit fördert oder eher Mutti's Nerven beruhigt, 
weil sie Sorge hat, daß ihr "Junggesellen-Sohn" verlottert, sprich einstaubt und zumistet, daß ist wieder die ganz andere Frage!?;-) 

Immerhin, daß Zeichnen des Staubsaugers ist mir wirklich gut bekommen. 
Er hielt dabei auch schön still... und es beflügelt meine Fantasie. Ich kann mir lebhaft vorstellen, wie er durch meine Wohnung sausen würde, wenn ich ihn nur ließe...;-)
Das obige Modell ( ich finde immer noch, daß das Design sehr "cool" aussieht!) ist übrigens schon stolze 16 Jahre alt und er saugt noch. Wer seine Kräfte gut einteilt, hat eben länger was davon...

Bei mir muß ohnehin alles mindestens ein Leben lang halten: 
Haushaltsgeräte, Nähmaschinen, Waschmaschine, Auto, Fahrrad, Computer, Betriebssysteme, Fernseher, Stereoanlage, Fotoapparate, Handys etc. Ich benötige keine "neuen Maschinen", solange die Alten noch schnurren... Ich selber möchte ja auch nicht, daß ich "ausgetauscht" werde, nur weil ich nicht mehr das "neueste Modell" bin! ;-)

Mit dem Frühjahr kommt nicht nur die Frühjahrsmüdigkeit, sondern es häufen sich auch unsäglich kluge sog. "Expertenartikel" über das sog. "Ausmisten". Also erstens habe ich weder Pferde noch Kühe - sondern "nur" zwei Katzen die in meinem Bett schlafen - und zweitens keinen Stall, den ich "ausmisten" müßte. 
Hinzukommt, daß ich sowenig besitze, daß ich über die wenigen Habseligkeiten froh bin und mich kaum davon trennen kann...;-)
Mit dem "Ausmisten" meinen die Experten aber vorallem, sich von altem Belast zu trennen, der einen langfristig immer wieder bedrückt und deshalb das große Reinemachen befreien würde....

Nun, wenn ich tatsächlich mal sehr gerne etwas sofort "ausmisten" würde - auch ohne Stall - dann wären das z.B.:
Bußgeldbescheide, Finanzamtbescheide, Rechnungsmahnungen, alte schlechte Schulzeugnisse & Arbeitszeugnisse, Erinnerungen an alten Liebeskummer und sonstige Nervereien und Streitereien mit irgendwelchen Leuten, alte Ängste und neue Sorgen...
Alles Alte und Neue was mich innerlich quält und mir die Lebensfreude vergällt, würde ich am liebsten sofort ausmisten und dies ist tatsächlich das Einzige was mich in meiner Wohnung schon immer gestört hatte... aber darunter ist allerdings so manches, was man - möglichst in Sicherheitskopie - jahrelang "aufheben" soll...wääääh....

Ich habe eine dicke Aktenmappe. In fetten, großen Buchstaben habe ich drauf geschrieben:

"EXISTENZNACHWEISE"  

Das sagt doch alles! 
 
Wie beneide ich hier meine Katzen, die sich weder steuerlich, noch meldebehördlich registrieren lassen müssen, sich nie mit Schulnoten rumquälen mußten ... die keinen "Papierkram", keine Bürokratie kennen und deshalb auch nie einen Grund zum "Ausmisten" haben. 
Was für ein schönes Leben! 

           


Donnerstag, 1. Mai 2014

Every Day in May 2014 #01 - "Schwiegermutterstuhl"


"Every Day in May" - "Jeden Tag im Mai"
ist eine Anregung aus amerikanischen "Zeichen-Blogs" , die ich im "Mai 2014" erstmalig für meinen Blog adaptiere.Gemeint ist damit, den ganzen Wonnemonat lang, jeden Tag zu zeichnen!
Die Motivwahl ist frei. Alles ist erlaubt, was einem ins Blickfeld oder in den Sinn kommt. 
Die Formate sind beliebig, ob Postkarte oder Landkarte. Ebenso sind die Materialien egal. 
Von Bleistift, Farbstift, Tusche, über Aquarell bis Pastell ist alles erlaubt - aber es muß - ohne Ausnahme - täglich  - passieren und im Blog veröffentlicht werden (sozusagen als freiwilliger "Leistungsnachweis")! 
Vielleicht schaffe ich es nicht, täglich Zeichnungen in den Blog hochzuladen, dafür zeige ich dann alle 2-3 Tage mehrere Ergebnisse.

Der Mensch ist bekanntlich ein "Gewohnheitstier", doch meistens sind es "schlechte Gewohnheiten", die sich fast unbemerkt in den Alltag einschleichen. Rauchen, Saufen, zuviel Essen, sich zuwenig bewegen,  zuviel Arbeiten  und zuviel Streiten sind zum Beispiel schlechte Gewohnheiten. Aber weil sie "alltäglich" sind und es fast alle betrifft, gilt es als "normal". 
Der Mensch kann sich aber auch "Gutes" angewöhnen und "alltäglich" werden lassen. ZB. "täglich Yoga", "täglich Lachen", "täglich gesundes Essen", wären gute Gewohnheiten"  oder eben:
Täglich Zeichnen!  Heute ist der Start.


In diesem Sinne wünsche ich einen guten Start in den schönen Wonnemonat Mai!  

 

Tusche & Aquarell (Ink & Watercolor) ca.23 x 15cm



Schwiegermutterstuhl ist eine volkstümliche Bezeichnung für den Kaktus (bot.) Echinocactus grusonii. Mein Vermieter schenkte mir diesen Kaktus im Herbst 1996 zum Einzug in die Wohnung. 
Die Pflanze war damals kleiner als ein Tennisball - heute ist sie ca. 28 cm hoch und hat einen Durchmesser von 15 bis 20cm. Sie war nie krank.
Eine "Schwiegermutter" habe ich nicht. Vielleicht liegt das aber an diesem Kaktus!? ;-)



Mittwoch, 30. April 2014

"Matthi-Huckleberry" #1


Wer sich nicht selbst zum Besten haben kann,
der zählt gewiß nicht zu den Besten.
                             Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), 
                             deutscher Dichter der Klassik, Naturwissenschaftler und Staatsmann


"Matthi-Huckleberry" - Tusche & Aquarell (Ink & Watercolor) ca.23 x 15cm
Nicht Yoga, aber gut! ;-)

(...) Miß Watson, eine ziemlich schmächtige alte Jungfer mit einer Brille (...), sagte dann wohl:
"Nimm deine Füße herunter, Huckleberry" , und "knirsch nicht so mit den Zähnen - setz dich grade hin"; und alsbald pflegte sie zu sagen: "Gähne nicht so, Huckleberry, und rekle dich nicht so - kannst du dich denn garnicht benehmen?"  Dann erzählte sie mir viel von der Hölle, und ich sagte, ich wäre gerne dort. Da wurde sie schrecklich zornig., und dabei hatte ich's doch wirklich nicht böse gemeint. Ich wollte halt nur gern irgendwo anders hin; Abwechslung war alles, was ich wollte, ich war durchaus nicht wählerisch. Sie sagte, es sei Sünde so zu sprechen; meinte (...), sie für ihr Teil wollte so leben, daß sie in den Himmel komme. Nun, ich konnte nicht gerade einen Vorteil darin sehn, dorthin zu kommen, wo sie hinwollte (...);
Immerhin hatte sie jetzt ein Thema gefunden, und sie fuhr fort und erzählte mir alles über den Himmel. Alles was man dort zu tun habe, sagte sie, sei, den lieben langen Tag mit einer Harfe umherzugehen und zu singen, immer und ewig. Davon hielt ich nun nicht gerade viel. Aber das sagte ich nicht laut (...). 
aus: Mark Twain "Huckleberry Finns Abenteuer", Insel Taschenbuch, 1997


Sonntag, 27. April 2014

Lebens- und Überlebenskunst im Selbstversuch ;-)

Sei vorsichtig beim Lesen von Gesundheitsbüchern, 
der kleinste Druckfehler kann dein Tod sein.
Mark Twain (1835 - 1910), eigentlich Samuel Langhorne Clemens, 
US-amerikanischer Erzähler und Satiriker


SELBSTVERSUCH - Bleistift - Pencil (21 x 15cm)
Vor einigen Tagen konnte ich am eigenen Leibe erleben, wie wahr doch Mark Twains Gedanke ist! 

Ich bekam plötzlich Spätnachmittags Probleme mit dem Atmen.Tief Durchatmen schmerzte im Brustkorb bis hinunter in die Hüftgegend und strahlte bis in die Beine aus. Der Rücken schmerzte. Also atmete ich flach und bekam die Panik. -
Es fühlte sich an, wie eine Zwangsjacke oder als ob ich drei Steinsäcke mit mir herumschleppen würde. 
In jeder Hand ein Sack und noch einen quer über die Schultern. - 
Ich fühle mich schwach wie ein hunderjähriger, alter Mann - kurz vor dem Abgang. Wenigstens wollte ich noch wissen weswegen denn Schluß sein sollte - bevor ich mich noch ausgiebig in Kalifornien umschauen konnte. 
Also googelte ich "alter, krummer, kranker Mann" den ganzen Abend von 


A- wie Asthma, über H - wie Herzinfarkt, über K -wie Krebs, zu Rückenmarksschwund bis hin zu Lungenembolie - um nur wenige Endstimmungs-Krankheiten zu nennen. 

Montag, 21. April 2014

Ein Abend mit Whitney


Noch nie sang sie so schön... ;-)


Pastell auf Graukarton (ca. 24 x 22cm)


Whitney Houston mag ich schon sehr, sehr lange. 
Ihre Stimme und ihr Gesang muß wohl nicht groß hervorgehoben werden, 
denn wer sie kennt, weiß wie großartig sie war. 
Aber mir war auch der Mensch immer sehr sympathisch. 
Es gibt viele klasse Soul-und Popsängerinnen, aber bei ihr hatte ich auch immer so das Gefühl, 
daß sie lebenslang ein "großes Mädchen" blieb. Ich mag das sehr, aber vielleicht hatte sie es - trotz ihres sensationellen Welterfolges - genau deswegen so schwer in ihrem Leben. 
Niemand nimmt ohne Grund Drogen. Gemeine Welt.

Meiner Meinung geben uns unsere großen Künstler immer viel mehr, als sie zurückbekommen. 
Damit meine ich nicht Grammys oder Oscars. Ich meine nicht die Millionen die sie verdienen. 
Ich meine damit menschliches Verständnis. Ich meine echte Liebe und Dankbarkeit. 
Denn es sind am Ende ja doch die sensiblen, kreativen Seelen, die die aufgeregte Menschheit 
in ihrem Alltagstrubel ständig an das "Mensch-Sein" und an die Existenz und Empfindsamkeit der Seele erinnern! 

Deswegen ärgert es mich immer, wenn moralinsaure Zeitgenossen besserwisserisch über den Drogenkonsum sensibler Künstler herziehen. Diese "Fans" kapieren nie, daß ihr "Star" auch einfach nur ein Mensch ist, mit seinen Höhen und Tiefen und Lebenskrisen. Whitneys Stimme hätte am Schluß nachgelassen - nachdem sie schon Jahrzehnte die Welt bezauberte (!) - beklagen sie sich. Auf die Drogen wird es geschoben, aber wie wäre es denn damit, daß sich viele Stimmen im Laufe der Jahre einfach verändern... sie altern...auch ohne Drogen. 
Nur Roboter behalten ihre gewohnte Stimme - es sei denn, sie rosten.
Unsensibel, stumpf und dumpf im Kopf und ohne eigene Ideen, feige, angepaßt der Schafherde hinterhertrottend, lebt es sich sicher leichter und oft ohne Drogen, da stressfreier. Aber man hinterläßt dadurch auch nichts der Nachwelt, nichts Wertvolles und Schönes, man hinterläßt garnichts. Man stirbt und ist bald vergessen. Ganz im Gegensatz zu Whitney Houston.   
    
Karsamstagnacht wollte ich es wissen. 
Ich hörte ein Livekonzert mit Whitney Houston (YouTube) und dabei malte ich mein erstes 
"Whitney-Pastell-Portrait". 
Was für ein intensives Erlebnis... als wäre sie bei mir in meiner Wohnung gewesen... 
zum dahinschmelzen... so versüßen Junggesellen sich ihr Leben ...

nie sang sie so schön...seufz.... ;-)    

Danke Whitney! 

  


Sonntag, 20. April 2014

Immer lächeln #15 - keep smiling! :-)

Alte Liebe rostet nicht...;-)


Bleistift - Pencil (21 x 15cm)
Portraits Zeichnen und Malen sind für mich inzwischen die bewährtesten Motive gegen das Grübeln und das Sorgen wälzen. 
Man muß sich sehr konzentrieren. Folglich schaltet man das bedrückende Lebensgefühl komplett aus. Man ist im Hier und Jetzt. 

Der US-Erfolgsregisseur Tim Burton (Edward mit den Scherenhänden, Planet der Affen, Batman) beschrieb diesen antidepressiven Vorgang beim Zeichnen sehr gut (sympathisch, wenn Männer zu ihren Depressionen stehen!) : 

 „Wenn ich zeichne, sind meine Hände beschäftigt. Dadurch denke ich nicht und falle in keine tiefen Depressionen“

Patricia Highsmith  sah in der Kunst eine Möglichkeit, den Alltag zu kontrollieren und Johann Wolfgang von Goethe beklagte schon vor 200 Jahren (!) die hektische Zeit -



"Wer sich von nun an nicht auf eine Kunst oder ein Handwerk legt, der wird übel dran sein. Das Wissen fördert nicht mehr bei dem schnellen Umtriebe der Welt; bis man von allem Notiz genommen hat, verliert man sich selbst."   

Wie entsetzt wäre Goethe erst von unserer Turbo-Highspeed-Gegenwart!

 
Pastell auf Graukarton (ca.24 x 22cm)


Eine Landschaft ist tolerant, ebenso eine Blume. Niemand beschwert sich später, wenn ein Hügel 
oder eine Blüte anders gemalt ist, als in natura, solange der Gesamteindruck stimmig ist.  
Ein Gesicht hingegen verzeiht nichts. Entweder ist die Ähnlichkeit gelungen oder eben nicht. 

Gelingt die Ähnlichkeit, hat man spontan ein Erfolgserlebnis, welches einem niemand mehr nehmen kann und dies wiederum ist ein sehr guter Stimmungsaufheller ! ;-)


Frohe Ostern 2014! Happy Easter! Buona Pasqua!


Freitag, 18. April 2014

Oster Bobbel 2014




Tusche & Aquarell (Ink & Watercolor)


Bobbel Boy – sein drittes Ostergedicht
Wenn Narcissus und Tulipan spriessen
Die Leute Schokihasis geniessen
Die Weihnachtsgans ist kaum verdaut
Das Osterlamm schon vom Teller schaut
Wenn die Uhr ist eine Stunde vorgestellt
(Wer das erfand, bekam dafür Geld!)        

Dann ist bald die nächste Osterfeier 
 

Viele bunte Ostereier -
wünscht


Matthias Talmeier




Mittwoch, 16. April 2014

Frida Kahlo #2

Ich hoffe, froh zu sterben, und ich hoffe, 
niemals wiederzukommen.  
Frida Kahlo (1907-1954) Tagebucheintrag, kurz vor ihrem Tod



Pastell auf Graukarton (ca.29x21cm)



Wenn meine Portraits eines Tages so richtig "lebendig" strahlen, 
obwohl einige der Portraitierten schon lange tot sind, kann ich froh sterben,
ich würde aber nur wiederkommen, wenn XP weiter aktualisiert wird...;-)
Dazu meint Bobbel Boy: Mach dich locker, tuste LINUX <--(click)--> zusätzlich auf deinen alten Computer. Koschd nix - is for free - is für umme  - is für lau - und klappt ooch mit Oldtimer-Computern. Dann gehste mit LINUX "online" und arbeitest mit XP janz entspannt "offline" un fertich is die Laube! Det Worldwideweb dreht sich ooch ohne Windoofs weiter - und viel preiswerter isses ooch. - Ätsch!!! 
Ach ja,  mein  Computer ist schon älter und nach "moderner" Auffassung "langsam", aber ich bin auch keine Siebzehn mehr und kein junger Flitzer - so what? Dieser neumodische Hochgeschwindigkeitswahn ist doch nur krank! Siehe dazu auch ---> hier! ;-)




Sonntag, 13. April 2014

Frida Kahlo (1907-1954) #1

Ich male mich selbst, da ich oft alleine bin und das, 
was ich bin am Besten kenne.  
Frieda Kahlo (1907-1954), mexikanische Malerin



Bleistift - Pencil (21 x 15cm)



... und ich male gerne Portraits, weil ich oft alleine bin und ich mich auf diese Weise faszinierenden Persönlichkeiten "nähern" kann... die Auseinandersetzung mit ihnen wird intensiver...



Wir sollten etwas aus unserem Leben machen. 
Jedenfalls bin ich wie eine Katze - mich bringt so schnell nichts um   Frieda Kahlo


Frieda Kahlo ist wohl das eindruckvollste Beispiel dafür, wie das Malen einerseits von großen körperlichen Qualen ablenken und gleichzeitig eigenes Leid ausdrücken kann. 
Als sie 18 Jahre alt war, bohrte sich bei einem Busunglück eine Stahlstange durch ihr Becken. 
Sie konnte danach nur im Ganzkörpergips liegen oder mußte ein Stahlkorsett tragen. 
Später lernte sie zum Erstaunen der Ärzte sogar wieder das Gehen.   

Man wird richtig kleinlaut, bescheiden und dankbar, wenn man über ihr Schicksal und ihren  Lebenswillen nachdenkt und jeder kleinste Anflug von eigenem Verdruß und Jammerei wird sogleich im Keim erstickt.

Es stimmt einfach, daß das Malen und Zeichnen eine wunderbare "Selbsttherapie" ist. 
Heute hatte ich am frühen Abend plötzlich einen "Moralischen". 
Doch als ich Bleistift und Block zur Hand nahm und erstmalig eine Portraitskizze von Frida zeichnete, wurde es doch noch ein zauberhafter und entspannter Abend.
Danke Frida Kahlo!;-) 

     


Mittwoch, 9. April 2014

California Dreaming #1

Mich dünkt der Traum eine Schutzwehr gegen die Regelmäßigkeit und Gewöhnlichkeit des Lebens, eine freie Erholung der gebundenen Phantasie wo sie … die beständige Ernsthaftigkeit des erwachsenen Menschen durch ein fröhliches Kinderspiel unterbricht. 
Ohne die Träume würden wir gewiß früher alt.   
Novalis (1772-1801), dt. Dichter der Frühromantik (sowie Philosoph, Jurist und Bergbauingenieur)



Tusche & Aquarell (Ink & Watercolor),22 x 15cm
Die Einen möchten unbedingt mal nach Rom, die Anderen sehnen sich nach Jerusalem. Manche möchten Afrika oder Indien bereisen oder vielleicht Südamerika. Manche zieht es nach Fronkreisch, nach Paris, in die Stadt der Liebe. Früher wollten viele Maler und Dichter unbedingt nach "Bella Italia", da war ich auch schon...ich liebe es, immer wieder gerne: 
Pasta, Vino, Mare, le belle signore olala... la bella lingua... pero, mi molto dispiace miei amici!: 
In Italia gibt es zwar den "Papa", aber es gab keine Marilyn Monroe - vielleicht bin ich hier zu weltlich und deshalb träume ich auch von California - mi scusi! ;-)
Dem "ia" oder "ien" am Ende des Namens, bleibe ich immerhin treu und die "O Sole Mio" ist in California ähnlich und wenn man an der Westküste zwischen Los Angeles und San Franzisko, an Big Sur vorbei, den Highway No.1 ("Highway To Heaven") entlangfährt, dann erinnert die steile Pazifikküste durchaus an die Riviera...  ;-) 



Tatsächlich - ich erinnere mich sehr gut:
Schon seit frühester Jugend sind "Bella Italia" und "California" beständige Magnete meiner Sehnsüchte. Mich zog es schon immer in Richtung "O Sole Mio" und wenn dies dann noch schön besungen wird, umso lieber.

Ich weiß nicht woran das liegt, vielleicht an meinem Geburtsmonat im Hochsommer: August  - möglicherweise verbindet mich aber tatsächlich mit meiner Lieblingsblume - die Sonnenblume - 
eine echte Seelenverwandtschaft: 

Tournesol (="zur Sonne drehen"), wie sie sehr treffend auf französisch heißt oder Girasol auf italienisch: die Sonnenblume dreht sich immer zur Sonne! ;-)  

(Fortsetzung folgt)


http://www.usa-trip.com/images2/HWayNo1.jpg


Donnerstag, 3. April 2014

Die Schnecken - Die Entdeckung der Langsamkeit

Ein schneller Geist ist krank. 
Ein langsamer Geist ist gesund. Ein stiller Geist ist göttlich.
                                                                                      Meher Baba (1894-1969) indischer Guru und Mystiker 




Tusche & Aquarell (Ink & Watercolor)



Wer sich mehr Zeit läßt, hat nicht nur einen entspannteren Geist, sondern naturgemäß auch viel mehr Muße für die Liebe, die Freundschaft, die zwischenmenschliche Kommunikation etc. - 
Aus dem üblichen "Smalltalk" zwischen Tür und Angel, entsteht vielleicht auch mal ein richtiges Gespräch und aus einer ein bis zweizeiligen eMail auch mal ein "richtiger" Brief. 

Schnecken sollen den besten Sex der Welt haben. - 
Das konnte auch schon Patricia Highsmith beobachten und beschreiben. 
12 bis 24 Stunden "Liebe machen" an einem Stück, das ist bei den Schneckis die Regel. 
Das sind Genießer, die sich eben ZEIT lassen! ;-)

Wir Menschen  können da einfach nicht mithalten. 
Wie soll das auch gehen, vor lauter Hektik?!? 

Quickies mochte ich noch nie. 
Als Jugendlicher hatte ich immer von einem "Liebesleben a la Schnecken" geträumt. 
Na, diese Seifenblase ist längst geplatzt, denn die Mädels sind heutzutage auch nur noch im Stress...;-) 


Hier gibt es mehr anregende INFOS zum ---> "Liebesleben der Schnecken".